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Nach dem Vorgänge Gnillimanns * 1 und Simlers 2 hielte 11es die älteren schweizerischen Historiker für eine ausge-machte Sache, dass die Burgundionen infolge jenes Völker-einbruchs sich West- oder doch Südwesthelvetiens und d erangrenzenden Theile Galliens bemächtigt hätten 3 . Beim alt'französischen Chronisten Jean de Paris 4 nehmen die Burgun-dionen gleich bei ihrer Ankunft in Gallien, die er schonfrüher setzt, die Bhoneländer in Besitz. Von französischenHistorikern begnügt sich Eibene 5 , den Burgundionen im J. 407Helvetien einzuräumen; Gollut 6 lässt sie um 406 das Sequa-nische bleibend besetzen; Du Chesne 7 glaubt, die Burgnn-dionen seien zu Ende des Jahres 408 8 nach Gallien herüber-gekommen und hätten sich daselbst einstweilen behauptet(wo, sagt er nicht), um sich im J. 411 bei der Expeditiondes Jovinus auszubreiten. Bei Guichenon 9 unterwerfen sichdie zu Ende des Jahres 408 (schreibe 406) in Gallien ein-gedrungenen Burgundionen zunächst das Sequanische, d. h-die Franche - Comte. P. Sigismond 10 lässt die Burgundionen,als Vandalen von dem Vandalen Stilicho aufgereizt, um 407aus Eisass und Helvetien, welche Länder sie schon um 376besetzt hätten (S. 267 N. 1), hervorbrechen, mit den Vandalenunter König Corsico 11 über Gallien herfallen und Besannen,Langres, Chälon und Mäcon mit den Nachbargegenden er-obern. Nach Schöpflin 12 haben sich die Burgundionen 1111
Bethmann a, 0. I. 141 N. 4 Hieronymus a. 0., freilich mit dem Bemerke 11 ’derselbe habe die noch verschiedene Stellung der genannten Völker zu denProvincialen aus der Ferne nicht unterschieden.
1) H, 7. 201. 205.
2) II. 118 f.
3) Siehe die von Bochat II. 160 f. Citierten. Simler II. 118 f- nim® 1auch die Bhoneländer für die Burgundionen bereits im J. 407 in Anspruch-
4) In Du Chesne SS. HFr. I. 129.
5) I, 2.
6) II, 1 col. 85. III, 1 col. 275.
7) I. 4.
8) Richtig 406 ; s. oben S. 275 f.
9) I. 13.
10) S. 6 ff.
11) Schreibe Chrocus; vgl. S. 277.
12) AI. I. 258 — 267.