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Erster Band.
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gierung in’s 4. Jahrhundert zuriickgehen zu lassen * 1 , als Gun-dahar erst im J. 413 oder 414 zum Könige der Burgundionenzu machen 2 ; ältere Scribenten 3 lassen ihn gar erst im J. 431dem vermeintlichen Gaudisei als König nachfolgen.

Was nun aber Gundahars Bundesgenossenschaft mitJovinus betrifft, so setzt dieselbe keineswegs die vorherig 0UeberSiedlung des Volkes voraus 4 ; bei diesem König stunder, wie ein römischer Feldherr an den Partheiungen desKaiserreiches thätigen Antheil nehmend, an der Spitze einesHülfscorps, welches, wie wir sehen werden, von Jovinus als-bald gegen den römischen Feldherrn Constantius verwendetwurde, der seinerseits den Usurpator Constantinus bekriegte-Letzterer nemlich, den Bonorius anfänglich, wiewohl ohneErfolg, hatte befehden lassen (S. 288), war von diesem inder Bedrängniss des Jahres 409 als Kebenkaiser und Mit'consul anerkannt worden 5 6 . Als jedoch im Westen ein Usur-pator gegen den andern kämpfte (gegen Constantinus undseinen Sohn Constans hatte sich in Hispanien der treulose

Duvernoy zu Gollut eol. 1772 identificiert Gundicar mit Gundiocli nudlässt den vermeintlichen Gundiear-Gundioch von 413—463 regieren.

1) Nach der Vermuthung von Troya I, 3. 1230. I, 4. 34G und GaupPS. 280. Erstercr vermuthet mit Bezug auf Greg. Tur. HFr. II, 28,Athanarich habe hei seinem Aufenthalte im Caucaland (in den Karpaten)eine Tochter dem Burgundionenkönig Gibica zur Ehe gegeben und es seidiese die Mutter Gundahars und so die Stammmutter der späteren But-gundionenkönige, Gundeuchs u. s. w., geworden. Hiebei wird ein eng erZusammenhang zwischen den sogen. Ostburgundionen und den Burgundionenangenommen, dabei aber übersehen, dass letztere im 4. Jahrhundert wWestgermanien, ferne von den Gothen, hausten und noch keinen National'könig hatten.

2) So AH. 1837 S. 55.

3) Wie Du Chesne I. 5.

4) In diesem Irrthuine sind Pagi a. 413 , XII, Troya I, 3. 989 GZumpt, a. 411 und Crousaz S. 5 f. (vers 412). Troya glaubt, die Burg' 111 '

dionen hätten sich dem Usurpator Constantin angeschlossen und schonvon ihm einige Städte Galliens abgetreten erhalten; er missbraucht hiefn rOlympiodorus Fr. 17 (oben S. 298) und Orosius VII, 32 (unten Cap. ®)‘

6) Trierer Inschrift vom J. 409 bei Sirmond zu Sidon. Ep. V, 9S. 96, Olympiodor. Fr. 12 = Zosimus V, 43; vgl. Sirmond a. 0. S. 9® ‘213. Pagi a. 409, I, Itosenstein in FDG. 1. 175, Pallmann I. 260 1. "nSiovers S. 466.