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Erster Band.
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das Bedürfniss eines solchen vor der Theilnahme an derVölkerbewegung des Jahres 40G-7 nicht vorhanden (S. 83 )\Es wird daher unter Gebica gewesen sein, dass die Burgun-dionen sich jener Bewegung anschlossen 2 , nicht aber einiictiver König Gaudisei, den man, eine Tradition bei Gregorv °n Tours (S. 34) ausschmückend, zum Sohne des Westgothen-honigs Athanarich und seiner angeblichen Gemahlin Blesindemachte 3 , noch auch Gundahar 4 , geschweige denn der nach-malige Burgundionenkönig Gundioch (Gundeuch), an welchenaltere Seribenten, in Verwechslung Gundahars mit jenem,denken 5 . Hinwieder ist es eben so unzulässig, Gebicas Ke-

4) Von den ehevorigen Iiendinen fabeln Lazius XI. 614, Gollut III, 1c °b 275 u. A. Gollut führt nach Lazius neun Hendine der Weichselbur-SUndionen mit Namen an (diese Namen sind z. Thl. aus Jordanis ltG.

14 entlehnt), nach Aventin sieben der ostrheinischen, unter ihnen Gibic,Gundamar, Giflare und Gundare, in welchen man die verstümmelten Namen^ er in der Lex Burg, genannten Könige leicht erkennt; Athanarich, derAnen vorangeht, ist ans Greg. Tur. HFr. II, 28 entlehnt.

2 ) Derichsweiler S. 133 f. wider Müllenholf in Haupts ZS. X. 154,^ ein Gibica eine mythische Person, weil im Travellers Song sein Reichm die östliche Heimath der Burgundionen zurückversetzt wird (S. 28 N. 1and oben S. 303). Mit Müllenholf stimmt Bluhme WBRR. S. 50.

3 ) So z. B. Du Chesne I. 4; hei Guichenon I. 13 kommt Gaudiseierst im J. 413 V or. Vgl. Einleit. S. 171 N.

4) Wie Valesius Ufr. III. 301, JvMfilier I. 85 (vgl. I. 87), Waebier‘ 415, Gagern II. 246. 250, Vögelin-Escher I. 10 und Eorel S. XXXI

Sollen.

5) So z. B. Gollut II, 3 col. 97, wo neben Gundioch nach einerandern Meinung Gundesol (der sogen. Gaudisei Anderer) angeführt ist.

Senders. II, ß eol. 102 nennt Gundioch den Nachfolger Gunderichs, derzu r Zeit der ostrheinischen Ansiedlung der Burgundionen Volksoberhaupt0< ür Hendin solle gewesen sein. Dagegen wird III, 1 col. 275 Gundesol“der Ganderich, Sohn Atlianarichs, als König der Burgundionen hei ihremitritt i n Gallien bezeichnet und als Meinung Anderer angeführt, dassodar oder Gundioch, ein anderer Sohn Athanarichs, die Burgnndionenaa c k Gallien geführt habe. Gollut seihst III, 2 col. 276 befolgt letztere^nung, indem er Gundioch für den Gundar (richtig: Gundahar) der

Burg, ausgibt und ihn, der vorher nur ein Volksanführer gewesenSei > vom J. 444—453 a i s König regieren lässt. Diese Verwechslung vongundahar mit Gundioch verwirrt hei Gollut Alles; sie kommt auch beij S. 12 vor und kehrt hei Späteren oft wieder, z. B. bei Guichenon

13 (Gaudicaire ou Gundioch, nach 411), D. Planoher u. A. Seihstlahii, Geschichte d. Biu'gundionen. 20