Band 
Erster Band.
Seite
339
JPEG-Download
 

339

ln welchem die Nachricht des Socrates zu der Angabe dosOfosius und zu der Niederlage stehen soll, welche die Bur-S'indionen im J. 436 durch die Hunnen erlitten haben, istkeiner, wenn man das von Socrates Erzählte, gemäss seinenei genen Worten, auf das Jahr 430 und auf den ostrheinischen,111 Germanien zurückgebliebenen, kleinern Yolkstheil bezieht,v °n welchem noch anderweitige, oben nachgewiesene SpurenVorkommen 1 . Der Bericht des Socrates ist aber auch im

Erzählung des Socrates nur von einem Theile der vermeintlich inclvetien angesessenen, von den Hunnen im J. 435 geschlagenen Burgun-’Üciiien, und zwar nur von der Wiedertaufe eines arianischen YolkstheilsSelten lassen. Wurstemberger I. 190 f., jenes „jenseits des Rheins“ ver-e urt interpretierend, macht aus den ostrheinischen Burgundionen des SocratesNieder westrheinische und verwirrt daher Alles. Wietersheim IV. 309. 557Nrtheilt ähnlich wie Valesius und Pagi, und eritisiert danach Thierry HA.

45—47, der Socrates, freilich mit eigenen Zuthaten, folgt. Sievers S. 458Pflichtet Wietersheim bei und fügt das Unverständliche hinzu: „Merkwürdiglst > das Socrates dieses auf die Weise erzählt, da, als er schrieb, jenes°n Christen berichtete Unglück den Burgundionen schon zugestossen sein’üuss.“ — Die von Socrates erzählte Form der Bekehrung lässt Pagi a. 0.Selten, wenn man diese auf die vor 417 geschehene Bekehrung der in GallienNiedergelassenen Burgundionen beziehe. Den Bekehrungsmodus nehmenNNch JvMüller I. 87 und Vögelin-Eschor 1. 10 an, mit dem Unterschiede,»ss sie den Bischof zu den Burgundionen kommen und die Bekehrung^ or -Aufnahme in Gallien unmittelbar vorhergehen lassen ; dabei legt Müller01 Eischofe eine selbstgemachte Rede in den Mund. Aehnlich wie MüllerNsst Bröcker S. 13 die Sache auf. A. 413, XIII und a. 435, XI verwirftNgi auch die später von Schöpflin, Petigny II. 46 und Thierry HA. I. 47^lederholte Ansicht von Valesius Rfr. III. 138, der die Taufe durch Severus,Ech °f zu Trier, vollzogen glaubt, obwohl der Genannte erst im J. 436*" ni Episeopate gelangt ist. Wie Pagi, urtheilt Rettberg I. 255. DerIm Lazius S. 6 weiss von sechs Bekehrern der Burgundionen. Gollutco1 - 102 schreibt die Bekehrung Bischöfen von Besanqon und Basel,Nächsten Nachbaren, zu; er lässt auf dieselbe die Königswahl seinesNNdioeh - Gundar folgen. Hinwieder lässt ebenders. III, 1 col. 275 den® n gebliehen Burgundionenfürst Gunde'sol oder Ganderieh, unter welchem16 ® ur gundionen im J. 406 nach Gallien, und zwar in’s Sequanische sollen^kommen sein, durch die Bischöfe Domitian von Genf, Rusticus von Lau-®Nnne und Theodulus von Sitten getauft werden, während das Volk schonn gst bekehrt gewesen sei. Duvernoy zu Gollut col. 1772 verwirft dieser flndungen, begeht aber selbst Irrthümer.

^ I) So urtheilen Schmitt I. 136, Thierry HA. I. 46 f. und Derichs-Gl kr g. 25 f. 159 . Gelpke I. 33 f. lässt die Nachricht des Socrates von

22 *