wohnendes Barbarenvolk, von den Hunnen hart bedrängtHülfe bei dem Römergott gesucht und sieh desshalb bei demBischöfe einer Stadt Galliens zur Taufe gemeldet, die ihnennach siebentägigem Fasten und Glaubensunterricht gewordensei; hierdurch gestärkt, hätten sie in der Zahl von 3000 ein10,000 Mann starkes Heer der Hunnen überfallen und g e 'schlagen, nachdem deren König und Heerführer Uptar derVöllerei erlegen sei; seither wären die Burgundionen feurig eBekenner des Christenthums. Diese Nachricht kehrt nochbei Sigebert von Gemblours wieder, der jedoch das Ereignis»nach Gallien und in’s J. 433 versetzt 1 * . Der Widerspruch,
1) Joannes Paris. Mem. hist, bei Du Chcsne SS. HFr. I. 129 wieder-
holt erstem Irrthum. Irrthümer älterer Historiker s. bei St. Julien S. 6®^und Gollut II, ß col. 102. Cluver III. 150 f. missdeutet die Stelle desSoerates in dem Sinne , dass die Burgundionen aus dem früher den Al»'mannen entrissenen Gebiete, infolge des Andrangs der Hunnen, in Galliereingedrungen seien. Yalesius Rfr. III. 137 macht, wie Sigebert, aus denBurgundionen des Soerates die westrheinischen Ansiedler und identifieicRdie vorausgegangenen, durch die Hunnen verursachten Niederlagen der-selben mit den chronistisch zu den Jahren 435 und 436 gemeldeten, 'Wie-wohl er, freilich eben so irrig, das von Soerates gemeldete Ereigniss wh434 datiert. In den Add. berichtigt Valcsius diese Irrthümer; dageg e11findet er III. 138 (Add.) Soerates und Nicephorus mit ihrer Nachricht vonden ostrheinischen Burgundionen im Widerspruche mit der Niederlassungder Burgundionen in Gallien im J. 413, sowie mit der Angabe des ProsperAquit., Gundicar sei intra Gallias habitans von Aetius besiegt und vonden Hunnen umgebracht worden. Pagi a. 413, XIII, den Salinas 211Sigonius XI. 440 N. 13 ausschreibt, verwirft mit Baronius die Nachrichtdes Soerates, weil sie mit der des Orosius chronologisch streite; er find el
überdies den angeblichen Sieg der Burgundionen im Widerspruche mit derNiederlage, welche dieselben nach chronistischem Berichte im J- *35(richtig 436) durch die Hunnen erlitten haben. Bünau I. 540 hält zwardie Burgundionen des Soerates richtig für einen zurückgebliebenen Volk 3 "theil, datiert aber falsch mit 437 uud ist geneigt, die ganze ErzähluB?für eine Fabel zu halten. Nach Troya I, 3. 1003 würde sich die Nach-richt des Soerates auf die im J. 417 geschehene Bekehrung der westrhe 1 'nischen Burgundionen beziehen. Rettberg I. 254 f. hält die Nachricht desSoerates für zweifelhaft, weil die Geschichte von einem Siege der Burg UI1dionen über die Hunnen nichts wisse; zudem findet auch er Soerates lBchronologischem Widerspruche mit Orosius, obwohl er darauf hinweisbdass ersterer mit n(qav rov '1‘ijvuv ostrheinische Burgundionen mei® 1 ’die Burgundionen also an beiden Ufern Sitze hatten. Pdtigny II- 46 ^