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Uebertrieben ist aber auch die Nachricht über den Untergang/von Gundicars Geschlecht. Er selbst zwar fiel unzweifelhaftim unglücklichen Kampfe gegen die Hunnen, da selbst Cassk'-dorus, der doch im Uebrigen den Bericht des Prosper A qrft-ermässigt, übereinstimmend mit ihm und Tiro Prosper Gun-dicars Untergang bezeugt * 1 2 . Mit ihm fielen wahrscheinlichauch seine Brüder, wie in der Nibelungennoth Gernot undGiselher mit Günther unterliegen. Sein Geschlecht aber ging'keineswegs unter: König Gundobad, bekanntlich Gundcuch sSohn, führt in der Lex Burgundionum Tit. ITI, vom Stamm-vater Gebica abwärts, das königliche Geschlecht nach Gun-dahar (Günther, bei den lat. Chronisten Gundicarius) undseinen Brüdern Godomar und Gislahar ununterbrochen f° r ^indem er auf sie „seinen Vater und Oheim“ folgen lässt-Da nun im J. 456 Gundeuch und Hilperich als König 0und Heerführer der Burgundionen erscheinen 3 , im .T. 45 1 ?erstercr als solcher allein und mit Uebergehung Hilperich 6bezeichnet wird 4 , zwischen Beiden aber und Gundahar ke lDKönig vorkommt, so ist als sicher anzunehmen, es seien di°‘selben Gundahars Söhne und in der Weise Nachfolger g 0 'wesen, dass der Erste wirklicher König war, der Zweite a ^ ssein Bruder einstweilen den Königstitel trug (S. 304 N. 3), UIB ’wie wir sehen werden, bei Ausbreitung der Macht der F nr "gundionen eine königliche Nebenrolle zu spielen und spät eIselbst König zu werden 5 . Eür die ununterbrochene Felg 0
Burgundionen), auf das Volk einerseits, anderseits auf das burgundionisKönigsgeschlecht missdeutet worden sei. .
1) Bünau I. 41. a. verwechselt Gundicar mit Gundiach (1. Gundmseinem Sohne und Nachfolger; das Richtige hat er I. 541. a. Im glci c ' ieIrrthume ist Garzon zu Idatius S. 195, wo Gundicar Gundiacus heisst.
2) Oben S. 301 f. Patruum statt patruos schreiben und vertheidigea 11II. 28, Matile S. 6 N. 7, Bluhmc WERK. S. 54 ff. und zur LB. _N. C und Binding I. 39. Möllenhoff in Haupts ZS. X. 153 und I-Weiler S. 134 f. befolgen noch die Vulgärschreibung patruos.Wiederaufblühen des burgundionischen Königsgcschlechts nimmt 1I, 3 1055 im Allgemeinen an.
3) dordanis RG. c. 44.
4) Prosperi Aquit. Chron. Continuator ed. Hille S. 26 a. 457 ^
5) Für Gundeuch und Hilperich als Brüder und Gundahars
vgl. Sirmond CAG. I (bürg. Königstafel a. 452 473) und Not. ad Sid° nI