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blutigen Hauptzusammenstosse, der als die Schlacht von Chälonsan der Marne bekannt ist und den Rückzug Attilas zurFolge hatte 1 .
Aeltere Scribenten versuchen nun zwar die von Jordanis 2bezeugte Theilnahme der Burgundionen an dieser Schlachtmit Paulus’ Berichten dahin zu vereinigen: Gundicar sei,gleich dem Westgothenkönige Theoderich, bei Chälons, kurzvorher aber sein angeblicher Bruder Sigmund bei Basel ge-fallen, als er den Hunnen den TJebergang über den Rhein ,wehren wollte 8 . Paulus setzt jedoch seinerseits GundicarsVernichtung der Zeit nach bestimmt vor die Schlacht vonChälons, und von dem fictiven Sigmund weiss er so wenigals andere Chronisten. Jordanis dagegen, den die Historiamisc . 4 und Freculf 5 ausschreiben, zählt die Burgundionen ein-fach unter den Hülfstruppen auf, welche, von Aetius zusamuien-gezogen, in der Ebene von Chälons gegen Attila gekämpfthätten; auch würde er, der Theoderichs Heldentod feiert, es
t) Prosper Aquit., Tiro Prosp., Idatius und Cassiodorus a. 451, J° r 'danis RG. c. 36-41, der Orleans als Operationsbasis der Verbündeten,nicht als entsetzt darstellt. Fredegar Chron. III, 5, der überhaupt denganzen Krieg durch Fabeln entstellt, macht aus einer Schlacht zwei: i°der ersten, welche super Ligerim Humen, non procul ab Aurelianis statt-gefunden habe, soll Theodorus (Theoderich) mit 200,000 Gothen gefalle 0sein; die andere, von ihm Mauriacum certamen benannt, soll Thorsiniund(Thorismund), Theodorus' Sohn, den Hunnen in Mauriacensi Campania S e 'liefert haben. Dies ist die sogenannte Schlacht von Chälons; siehe unten-Ueber die Namens Schreibungen Thorismunds Garzon zu Idat. S. 91 R- *'Aehnlich wie Fredegar erzählt die Vita S. Aniani a. 0. S. 522. Valesi° sRfr. IV. 164 schreibt den Bericht Fredegars irrig Hydatius (Idatius) z °’berichtigt aber in den Add. diesen Irrthum. Vgl. übrigens Kaufmann 10
FDG. VIII. 130 f.
2) RG. c. 36.
3) Guillimann II, 8 S. 209 und Du Chesne I. 6; ersterer, der dieBurgundionen seit 413 in der Schweiz angesessen glaubte, macht ° uSSigmund einen Heerführer der sequanischen Burgundionen. Sigonius XlR488. C. begnügt sich mit der Angabe, Gundicar sei hei Chälons gefall e0 ’Gollut III, 2 col. 278, immer von seinem Gundioch - Gundare sprechend,führt diese Meinung aus Lazius GM. X. an.
4) XV. 97. c. D.
5) Chron. II, 5, 14.