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Erster Band.
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Aus der richtigen Auffassung der Quellangaben überSapaudia (spätere kommen hier noch nicht in Betracht 1 )ergibt sich demnach, dass dieses Land durch den Genferseeund die Rhone von Sequanien geschieden war und das heutigeSavoien, freilich nordwärts bis an die Rhone hei Genf, süd-wärts weit über Grenoble und die Isere hinaus bis in dieGegend von Embrun an der Durance ausgedehnt, umfasste 2 -Oestlich wurde Sapaudien durch die Kette der graiischenund cottischen Alpen 3 begrenzt, wobei der nach erster® 1benannte Theil der Provincia Alpium Graiarum et Penninarumwahrscheinlich ganz zu Sapaudien gehörte.

In dieser geographischen Bedeutung ist nun Sapaudiaauch bei Tiro Prosper zu verstehen; auch meint Gregor ■vonTours die ehemaligen Wohnsitze der Burgundionen in S a "paudien, wenn er sagt, die Burgundionen haben zur Zeit bevordie unter Chlodio im Gebiet der Thoringen (der westrhei-nischen Thüringer, S. 326) siedelnden Kranken von da bisan die Somme vordrangen, also um 445 l , jenseits des Rhodans,wo er an Lyon vorbeifliesse, gewohnt 5 . Dagegen ist eS

1) S. II. Ab sehn., 3. Cap. — Binding I. 6 f. mengt frühere und spätereAngaben.

2) Sirmond Not. ad Ennod. S. 66 und Henr. Valesius zu Ammia 11,Marc. XV, 11. Es ist ein Irrthum, wenn Böeking II. 1016 Sapaudien iw 1Süden durch die Isere, Fauriel I. 201 ebendasselbe durch die obere Iserebegrenzt (ersteres bezweifelt Binding I. 7 N. 18); umgekehrt beschränktValesius NG. S. VI die römische Sapaudia auf die Gegend an Duranceund Isere.

3) Böcking II. 1016 : der penninischen und graiischen Alpen.

4) Dubos III, 15 T. II. 460; s. unten 12. Cap.

5) Burgundiones quoque Arrianorum secta utentes, habitabant transBhodanum, qui adiacet civitati Lugdunensi, sagt Gregor HFr. II, 9, ^ erfreilich mit einem S. 112 schon gerügten Irrthum die Burgundionen j enelZeit als Arianer bezeichnet und im fiebrigen bezüglich der Gothen Spätere 6mit Früherem verwechselt, indem er gleichzeitig die Loire als ihre Nordgrenze bezeichnet, somit ihnen die Aquitania I einräumt. (Valesius Rfr. 1129 f. rügt diesen Irrthum, bezeichnet es aber fälschlich als einen weü el ’ ns'olchen, dass Chlodios Invasion, die vor Versetzung der Burgundionei 1stattgefunden habe, von Gregor gleichzeitig mit dieser gesetzt werde; dies®Invasion ist eher etwas später zu setzen, s. unten Cap. 12.) Fredegarder entsprechenden Stelle der HFr. epit. c. 9 sagt mit einer später