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Erster Band.
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Belley und Romey, über die Rhone streifte 1 , eine hierseitigeAusbreitung der Sapaudia über die Rhone zu folgern. Jeunsicherer übrigens der Ursprung dieses Namens ist, destoweniger mangelt es an verfehlten, zum Theil recht abge-schmackten Namensableitungen 2 .

Mit den „Ueberbleibseln der Rurgundionen“ bezieht sicht sodann der Chronist auf seine Nachricht z. J. 436 über di°beinahe gänzliche Vertilgung des Volkes durtih Aetius: e 1 'versteht also unter den Ueberbleibseln der Burgundionen dienach dem unglücklichen Kampfe mit Aetius, resp. mit denHunnen, übrig gebliebenen Volksreste 3 . Dass jedoch und m

Jahre 450, und. zwar als Bezeichnung der Nordhälfte der damals kirchlichin zwei Theile geschiedenen Provincia Yiennensis, aufgekommen wähnt.Petigny II. 715 befasst in Sapaudien die penninischen Alpen und die Stadt-gebiete von Genf und Grenoble; nach ebendems. II. G6 bildete dagegenSapaudien den ganzen östlichen (sic) Theil der Yiennensis. Noch unzu-lässiger ist es, mit Smith Monographie S. 84 N. 2 unter Sapaudia dieganze Viennensis zu verstehen. Erstere war vielmehr nur z. Thl. in letztererbegriffen, und desshalb hätte Ammian, nach der Bemerkung von ValesiusNG. S. 475, richtiger gesagt, der Bhodan streife zur Linken die Sequanerund die Lugdunensis, zur Linken die Yiennensis.

1) D’Anville NG. S. 53 und 600.

2) Deila Chiesa I. 3 f. und Böcking II. 1015 erwähnen solche , um siezu verwerfen. Ein neuester Erklärungsversuch ist der von GatschetOEF. I. 64 und POL. S. 29, wonach Sapaudia von sap (Wurzel von sapin)»im Patois zaoü (Wald), abzuleiten und als pays de sapins aufzu-fassen wäre. So im Grunde schon Tschudi Gail. Com. S. 89 f. (von sapinus)-

3) So urtheilen Pagi a. 413, XY, Schurzfleisch III, 1. a, Büna 11I. 41. a t Bochat II. 157. 161, JvMüller I. 89 (dieser die Schwächung de rBurgundionen durch Aetius nur als eine Einschränkung bezeichnend)»Gelpke I. 34 und Schmitt I. 134. Der Letztgenannte unterscheidet freilichmit einem schon gerügten Irrthume die nach Sapaudien versetzten Burgundionen von den im J. 413 in’s Reich aufgenommenen; auch Fauriel I- 201und Matile S. 4 beziehen die Einräumung von Sapaudien bloss auf einenBruchtheil der Nation. Dagegen nimmt Troya I, 3. 1135. I, 4. 514 nachFröret Oeuvres VI. 90 zu den im J. 436 geschwächten Burgundionen derGermania I ostrheinische Burgundionen hinzu, welche wahrscheinlich denHunnen gewichen seien. Wurstemberger I. 188 f. schreibt zwar die Ueberbleibsel der Burgundionen von der grossen Niederlage her, welche diesesVolk laut den Angaben bei Prosper Aquitanus und Cassiodorus z. J-(der ebenfalls citiertc Idatius sagt dies nicht), bald nach der Unterwerfungdurch Aetius von Seite der Hunnen erlitten habe, wobei ihr König