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Versetzung der Burgundionen nach Sapaudien hörte übrige BSihre Ansiedlung und Herrschaft in Obergermanien nach dreissig'jährigem Bestände seit 413 von selbst auf, nachdem letzteredurch die unglücklichen Kämpfe gegen Römer und Hunnenin den Jahren 435-36 ohnehin aufs Aeusserste geschwächtworden war * 1 . Zum Ersätze liiefür begann jetzt das zweiteBurgundionenreich in Gallien, welches die Vorstufe zur Aus-breitung ihrer Macht bildete und als der Anfang des bui'-gundionisch-romanischen Königreichs insofern bezeichnet werdenmag, als die Burgundionen, dem Süden Galliens und demhauptsächlich dort eingewurzelten Römerthume näher gerückt,sich demselben mehr und mehr accommodierten, d. h. ronia-nisiert wurden.
Die ostrheinischen Burgundionen blieben in Germanienzwischen Alamannen im Süden und Kranken im Kordenzurück 2 ; in späteren Zeiten jedoch schlossen sich dieselben,wol den Alamannen weichend, der übrigen Kation allmähgwieder an, um mit ihr die Vortheile der Kiederlassung lBGallien gemessen zu können, die ihnen freilich in beschränkteremMasse zu Theil wurden 3 .
Schliesslich ist zu rügen, dass Gingins 4 wegen einesvermeintlichen Widerspruchs, in welchem die hievor erörterte
Burgundionenkönige Hilperich Unterhalt für sein Kloster begehrt, mb ^ eIVita S. Lupicini, wo Lupicinus bei Hilperich für Unterdrückte auftrtb'Uebrigens macht Derichsweiler S. 36. 38 Chilperich und Gunderich (richtig •Gundeuch), die ihm Brüder unbestimmter Herkunft, zu Führern gesondef telBurgundionenschaaren und lässt ersteren, als römischen Patricius uMachthaber in Sapaudien, zu Genf residieren, letzteren einstweilen el °Abenteurerleben führen.
1) So urtheilt Troya I, 3. 1055; Giesebreeht I. 61 meint, diegundionen hätten ihre Herrschaft in Obergermanien infolge jener KämPverloren. Sonderbarer Weise will Troya 1, 4. 442 die Ansiedlung
J. 413 nicht als eine transitorische bezeichnet wissen, wie es von Ging 10S. 191 geschehe.
2) Bünau I. 541 a. lässt die Burgundionen einen Theil der in & etmanien innegehabten Lande infolge der erlittenen Niederlagen verlie rePfahler S. 34 glaubt, die Franken seien nach dem Abzüge der Burg uBdionen gen Savoien an ihre Stelle an beiden ßheinufern getreten.
3) S. 330.
4) S. 211 und N. 11.