Band 
Erster Band.
Seite
407
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Wenn ein sonst achtbarer Historiker 1 angibt: die Bur-gundionen, welche vorher in den Bergen Helvetiens und Savoiensa nsässig gewesen seien, hätten um 455 mit Erlaubniss derRömer Wohnsitze im nächst angrenzenden Theile Galliens ge-kommen, so ist hierin falsch, was von Helvetien gesagt ist383 ff.), und die übrige Angabe beruht auf anachronistischerBenutzung einer Nachricht des Marius, die ihrerseits um einJahr verfrüht ist 2 .

Ausbreitung der Macht in der Lugdunensis IJkrch Occupation und Landtheilung im Einver-ständnisse mit den Senatoren, 457;nächste Eolgeereignisse.

Ueber die Ausbreitung der Macht der Burgundionen inHalben liegen drei historische Zeugnisse vor, die sich zumHheil wirklich, zum Theil nur scheinbar widersprechen. WirHellen dieselben, nach der Zeitfolge der Zeugen geordnet, anSpitze der Untersuchung.

Das erste Zeugniss, beim Chronisten Marius, lautet also:J°anne et Yarana (456). His consulibus deiectus est AvitusITu Perator a Maioriano et Iiicimere Placentia: et factus est®piscopus in civitate. Eo anno Burgundiones partemHallj ae occupaverunt, terrasque cumGalliis sena-

Ur gundionos intra Galliam diffusi werde zusammengefasst, was derkronist z. J. 457 (S. 26) vom Einbrüche der Burgundionen inGallien unter Genehmigung Theoderichs II erzähle; das fiebrige: At Gip-Jkdos sei so zu erklären, dass eine dritte Glosse, etwa abeundi (abeuntis?)e Pide zu Maximi im Folgenden, mit Bezug auf des Kaisers Abzug aus0n *j gelautet habe, vom Abschreiber aber mit At Gippidos (At Gepide^att Gepidae?) in einen ihm bekannten Yölkernamen entstellt wordenAllein selbst diese bedenkliche Erklärung ist nicht ganz frei von derUiding’sehen Missdeutung der Stelle des Sidonius Carm. VII. 441 - 445,Wenn das trepide, woraus Gepide (Gepidae) soll entstanden sein, aus dem)° a Binding I. 50 auf den Kaiser Maximus fälschlich bezogenen trepidasl * as bßi Sidonius vs. 443 entlehnt ist.

D Zumpt S. 199.

2) Siehe folgendes Capitel.