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Erster Band.
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Vermahnung von Seite des Kaisers und des WestgothenkönigsTheoderich II, dessen Schwager Rechiar war, wurde vondiesem damit erwidert, dass er in die ebenfalls den Körnerngehörende tarraconensische Provinz einfiel; gegen eine zweitewestgothische Gesandtschaft äusserte sich Rechiar mit heraus-forderndem Hohne über Theoderich; zugleich machte er aber-mals einen Einfall in genannte römische Provinz, woran!er mit grossem Raube nach Gallicien zurückkehrte 1 . SeinenUebermuth zu züchtigen, wurden von Avitus die Westgothenund Burgundionen als römische Bundesgenossen beordert; znEnde des Sommers 456 zogen erstere unter Theoderich IPletztere mit diesem unter König Gundeueh und seinem BruderHilperich nach Spanien 2 . Am fünften October kam es in der

1) Idatius a. 456 (z. Thl. benutzt von Fredegar Chron. HI, 6), J° r "danis EG. c. 44 und nur summarisch Isidorus Chron. Suev. era 486-Jordanis weiss nur von einer, der zweiten, Gesandtschaft und stellt dieSache, dem gothischen Gesichtspuncte gemäss, so dar, als ob Theoderichvon sich aus dem Eechiar Eroberungen in Spanien untersagt hätte. D eIirömischen Standpunct hält Idatius fest, indem er von der ersten Gesandt-schaft sagt: Per Augustum Avitum Fronto comes legatus mittitur at ^Suevos. Similiter et a rege Gothorum Theudorico, quia fidus Koman°esset imperio, legati ad eosdem mittuntur, ut tarn secum quam cum B°'mano imperio, quia uno essent pacis foedere copulati, iurati foederis pt°"missa servarent (Garzon S. 97 N. 1 sieht hierin irrig ein ängstlichesWerben um Eechiars Freundschaft); von der zweiten Gesandtschaft sag 1er bloss: Legati Gothorum rursum veniunt ad Suevos. Vgl. Garzon S- ^K. 1. 2 (über die erstmalige, römisch-westgothische und die zweitmalig e ’westgothische Gesandtschaft) und Binding I. S3 f.

2) Idatius a. 456: Mox Hispanias rex Gothorum Theudoricus cm 11ingenti exercitu suo et cum voluntate et ordinatione Aviti imperaton singreditur; ebenders. a. 457 spricht von einer multitudo variae natiom s >welche Theoderich mit sich geführt habe, wobei Garzon S. 103 N. 3 aDdas Mitziehen der Burgundionen erinnert. Die Burgundionen erW allBtJordanis EG. c. 44 und zwar so: His auditis aegre tulit Theoderic aS >compacatusque cum ceteris gentibus, arma movit in Suevos, Burgundion ainquoque Gundiuchum (vulg. Gnudiacum; varr. Gnudiuchum, Gnundiuchi ul "u. s. w.) et Hilpericum reges auxiliäres habens sibique devotos. JordaB lS ’stets dem gothischen Interesse treu, stellt nemlich die Sache mit g aDZlicher Beiseitsetzung des römischen Kaisers so dar, als ob Theoderichauch hierin auf eigene Faust gehandelt habe und die Könige der B urgundionen ihm als Vasallen gefolgt seien, während sowohl Westgotheoals Burgundionen römische Bundesgenossen, ihre Könige römische Vasalle 11