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Erster Band.
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z - J. 456 gemeldeten Ereignisses fest, und der ContinuatorProsperi Aquit. (S. 408) hat wenigstens in dem Puncte Beelüdass er die Besitznahme gallischen Landes seitens der Bur-g'iindionen, die er freilich für eine Einwanderung des Volkesna ch Gallien ausgibt, in’s J. 457 und unmittelbar nach demspanischen Feldzuge der Westgothen setzt, wiewohl seineMotivierung des Factums, wie es sich gleich zeigen wird,e ine einseitige ist. Marius, obwohl die Sache richtiger dar-stellend, irrt seinerseits im Datum 1 .

Weiter kann bei Burgundiones nur an die seit 443111 Sapaudien angesiedelten Burgundionen gedacht werden(S. 380 ff.), welche so eben den spanischen Feldzug der West-Dothen mitgemacht hatten 2 . Von ihnen heisst es nun beiMarius nicht: Burgundionibus pars Galliae data e s t, wie es

1) In Ermanglung bessern chronistischen Berichts befolgen Marius’hrthum Valesius Chron. rer. franc. a. 456 und Bfr. IV. 186, Pagi a. 456, XII,^tascou I. 471 N. 4, JvMüller I. 92 (hat im Texte 456, in N. 39 ist Mariusad a. 455 falsch citiert) und die neueren Historiker (z. B. Troya, I, 3.1230 f. I, 4 . 547 nach Frdret Oeuvres VI. 132 ff.), ja selbst noch die"euesten, mit Ausnahme von Derichsweiler S. 39, Binding I. 57 f. undBrücker S. 13; doch stellt Derichsweiler S. 162 N. 15 und 16 die An-gaben bei Marius und dem Continuator ohne Critik neben einander. Kauf-mann in FDG. X. 379 N. 1 hält die Differenz zwischen Marius (456) und

Continuator (457) für unwichtig und schreibt den Angaben Beiderz iemlich gleich grosse Autorität zu; er glaubt nemlich an ihre gemeinsame-Weitung aus den Eavennater Annalen, deren ewige Voraussetzung freilichnachgerade zu historischer üncritik zu verleiten anfängt.

2) Nach Pagi a. 456, XII, hätten die Burgundionen bisher die anVar und JRhodan anstossenden Gebiete der Aeduer und Sequaner bewohnt,

. man sieht nicht ein, wie, da er a. 413, XII, dieser Ansicht wider-

s Prechend, dieselben bereits im J. 411 in der Germania I angesessen glaubt,Sle noch im J. 435 dort nachweist und a. 413, XV, ihrer spätem Ver-ätzung nach Sapaudien gelegentlich gedenkt, ohne dieselbe a. 443 be-s °nders zu erwähnen. Gingins setzt mit einer von uns (S. 400 f.) schonVe rworfenen Hypothese die Burgundionen vor ihrer Ausbreitung in dieWgesen. Nach Zumpt S. 199 a. 455 hätten die Burgundionen vorher inV‘n Bergen Savoiens und Helvetiens gewohnt, was, Helvetien abgerechnet,fiehtig i s t (s. 386), jedoch bei ihm der Begründung ermangelt, da er

195 a. 419 dieselben als in Obergermanien angesiedelt erwähnt, eineseitherige Aenderung der Wohnsitze aber nirgends angibt.