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Damit stimmt überein, dass schon in spätrömischer ZeitGallus mit Lugdunensis, Gallia und Galliae mit provinciaLugdunensis gleichbedeutend ist 1 . Nach der zu Anfang des5. Jahrhunderts getroffenen Provincialeintheilung Gallienshiessen nemlich die lugdunensischen Provinzen, inclusive derLugdunensis I, Gallia oder Galliae im engern Sinne, einSprachgebrauch, der selbst auf die nachrömische Zeit über-ging 2 . Demgemäss anfgefasst, stimmt denn auch MariosAngabe mit dem weiterhin zu besprechenden nächsten Folge-ereignisse der Einnahme von Lugdunum durch Maiorianbestens überein 3 . Man hat zwar versucht, auf weitere TheileGalliens zu beziehen, was Eredegar hinzufügt: et Galliacomata et Gallia cisalpina. So sollte Gallia comata dieMaxima Sequanorum oder die Viennensis bezeichnen, Galliacisalpina die Westschweiz mitbegreifen 4 . Hiergegen ist
1) Sirmond zu Sidon. Carm. XVII. 14 Not. S. 254.
2) Lecointe a. 508, LIII. LXI. 517, IV, und Petigny II. 420 Not.u. 491 N., woselbst die Vita S. Caesarii I, 12 citiert ist, welche von demaus der Gegend von Chälon in der Lugdunensis I gebürtigen Cäsarius*Bischof von Arles, sagt: qui de Galliis habebat originem. So bezeichnetnoch die Passio S. Sigismundi Burgundien a potiori mit dem Nam enGalliae, was Binding I. 279 mit Unrecht rügt.
3) Mit Rücksicht auf dieses Ereigniss bezieht schon Valesius Rfr. IV.die Gebietserweiterung der Burgundionen auf die der Sapaudia nächstgc-legene Lugdunensis I und Lugdunum, wobei er freilich die Besetzung alsEroberung irrig ansieht. Pdtigny II. 163 bezieht pars Galliae bei Marius auftoute la province Lyonnaise, ancien territoire de la citd dduenne, wöbe 1 * * *die Lugdunensis I von den übrigen lugdunensischen Provinzen nicht unter-schieden und ein Theil der Lugdunensis I, nemlich die civitas AeduoruWizum Ganzen gemacht wird, nichtiger spricht ebenders. II. 254 von derlere Lyonnaise, wiewohl er dabei irrig voraussetzt, die Burgundionen seienschon im Besitze Helvetiens und des Sequanischen gewesen (S. 285).
4) Gingins S. 210 N. 10 setzt zu Gallia comata bei Eredegar die Er-klärung in Parenthese bei: vel Sequanica. Dagegen bezieht Crousaz S. 9
Gallia comata nicht auf die Maxima Sequanorum, sondern auf die ViennensiS)
erstere, meint er S. 7 ff., sei von Avitus den Burgundionen vor dem sp 3 '
nischen Feldzuge versprochen und von diesen, wie Marius andeute, nach
dem Sturze des Avitus und nach der Rückkehr aus Spanien einfach inBesitz genommen worden, ohne dass Maiorian diese Provinz, als ein e
rechtmässig besetzte, wieder zu erwerben getrachtet habe; Fredegars Nach-