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zeugt Sidonius die Ausbreitung der Burgundionen in den an dieAquitania I angrenzenden Theilen der Lugdunensis I undder Yiennensis; denn damit die Auvergne, wie er sagt, einGegenstand von Grenzstreit zwischen dem westgothiscbenund dem burgundionischen Reiche sein konnte, musste letzteresin den genannten Provinzen an die Aquitania I westlichbereits angrenzen * 1 . Ausserdem ist hier zu beachten, wasvom Britannenkönige Riothamus gesagt wird: er habe nemlich,von Eurich geschlagen, sich zu den benachbarten Burgun-dionen geflüchtet 2 ; denn Riothamus, bei Deols im Berry ge-schlagen, konnte sich nur dann zu den „benachbarten“ Bur-gundionen flüchten, wenn diese von der Lugdunensis I ausbereits auch Revers in der Lugdunensis IY besetzt hatten,wo wir sie später noch antreffen werden 3 .
in der citierten Stelle, die Kaufmann S. 26 N. 1 im gleichen Sinne missver-steht. Ebenderselbe in Gott. gel. Anz. 1869 S. 175 schreibt zwar richtiginvidia, übersetzt aber das "Wort falsch mit Hass. Die Worte suspectiBurgundionibus Ep. 111,4 gehen auf die Möglichkeit römischen Verraths;vgl. Dubos III, 12 T. II. 405 f. Uebrigens übersieht Kaufmann im NSM-a. 0. S. 26, dass Kaiser Nepos durch Abtretung des Gebiets der Arveruc 1 * "die Wiederherstellung des Föderatenverhältnisses der Westgothen erkauft 6.Die Yertheidigung der Auvergne durch die Burgundionen ist nach P»A"mann II. 287 schwer erweislich. Nach Obigem sind übrigens auch <Ü ewiderspruchsvollen Schiefheiten, welche bei Binding I. 84 f. in der Dar-stellung dieses Krieges Vorkommen, zu berichtigen.
1) Sidon. Ep. III, 4 an der hievor angeführten Stelle, wo die Arvern 61in medio positi heissen, weil sie zwischen den in die Aquitania I eing 6 'drungenen Gothen und den in der Lugdunensis I, sowie im westrhodaniscb 6 ®Theile der Yiennensis sesshaften Burgundionen mitten inne wohnen. VglSavaro S. 187, der freilich auch Ungehöriges beibringt — Selbst Theü®der Aquitania I wurden damals, wenn auch nur vorübergehend, von 4 6#Burgundionen besetzt; s. II. Abschn. IY. Cap., wo auch ein verfehl^ 1Eroberungszug berührt ist, welchen nach Binding I, 74 tf. die Burg u ®'dionen zwischen 473 und 475 in die Aquitania I sollen gemacht haben.
2) Jordanis EG. c. 45. (Kiothimus) fugiens ad BurgundionU 1 ®gentem vicinam . . . advenit.
3) Belloguet CRB. S. 161. Pctigny II. 230 N. 1 bezweifelt durch»®*
grundlos, dass Riothamus sich zu den Burgundionen geflüchtet h»l e ’
vgl. Binding I. 79, wo aber das Herabziehen der Burgundionen an & eI
Rhone geographisch nicht zu reimen.