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Erster Band.
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gothen vertheidigten; zudem ist ihr damaliges Föderatenver-hältniss historisch bezeugt 1 .

Für die Machtstellung, welche die Burgundionen umdiese Zeit sowohl in der Lugdunensis I als in der Yiennensisinne hatten, findet sich letztlich noch in zwei Briefen desSidonius 2 ein sehr gewichtiges und bestimmtes Zeugniss,wiewohl die betreffenden Stellen hinsichtlich der Person desdamaligen Königs der Burgundionen an Dunkelheiten leiden,die zu verschiedenen irrigen Deutungen Anlass gegeben unddie ohnehin schwierige Frage über das damalige Königshausnoch mehr verwirrt haben. Die daherigen Schwierigkeiteneinstweilen bei Seite lassend, heben wir aus den betreffendenBriefen Folgendes hervor. Im ersten Briefe benachrichtigtSidonius, der von seinem Bischofssitze Clermont aus überVienne nach Lyon gereist war, von dort her seinen zu Vaisonwohnhaften Halbbruder Apollinaris von giftigen Verleum-dungen, durch welche dieser, zur grossen Bekümmernissseines zu Vienne weilenden Bruders Thaumastus, beim„Magister militum“ Chilperich verdächtigt werde, als ob vor-züglich auf seinen Antrieb die Stadt Vasio sich zur Pai’teides „novus princeps“ schlage 3 . Im nächstfolgenden Briefebezeichnet sodann Sidonius, ebenfalls von Lyon aus, seinemHalbbruder Thaumastus die verdorbenen Subjecte aus derehevorigen römischen Beamtenwelt, gegen deren Bedrückungdas Benehmen der Barbaren den Provincialen mild erscheine,

1) Jordanis EG. c. 45. (Biothimus) fugiens ad Burgundionum gentcn 1vicinam, Bomanis in o o tempore foederatam, advenit. VerglSirmond zu Sidon. Ep. III, 4 Not. S. 65 und Pagi a. 445, XII. BindingI. 76 ff. stellt die Bundestreue, welche die Burgundionen gegenüber Eurictbethätigten, als einen entschiedenen Fehler ihrer Politik dar.

2) Epist. Y, 6 und 7.

3) Wurstemberger I. 216 N. 19. 217 § 48. 219 § 52 macht aus dergiftigen Angeberei bei Chilperich eine Vergiftung Chilperiehs; siehe da-gegen Savaro S. 312 zu dem von Wurstemberger missverstandenen Aus-drücke „relatu venenato“ und S. 321 zu „venenato interprete“ Epist. V,Pallmann II. 283 findet ganz verkehrt bei Sidonius die Furcht darüb erausgedrückt, dass man auch den Chilperich für den neuen Fürsten günstigstimmen wolle. — Ein schlimmes Pröbchen altfränkischer Geschieht 3 "kenntniss gibt, was der Scholiast der Bern. HS. 285 zu magistro militui®Chilperico bemerkt: filio clothari filii clodovei. vel patre alterius clothari 3.