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Erster Band.
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anderes, als dasjenige, in welches die Burgundionen -vermögeihrer Gesittung zu ihnen traten (s. unten).

Ob nun gleich aus den hienach zu entwickelnden Gründendie Niederlassung der Alamannen in der Schweiz lediglichals Folge einer Eroberung zu betrachten und noch um zweiEecennien später, als jene ältere Ansicht will, anzusetzen ist,so kommt doch dieselbe mit ihrer Datierung der Wahrheitnäher als diejenige, nach welcher das Jahr 407 der terminusfatalis für die römische Herrschaft in Nord- und Osthelvetien,wie im Eisass, gewesen ist.

Die Länder am linken Ufer des Oberrheins betreffend,meldet nemlich Gregor von Tours, dass die Römer zur Zeit,da die Burgundionen jenseits des Rhodans (in Sapaudien)wohnten, also nach 443, noch alles Land südwärts derThoringen (in Batavien) bis zur Loire innegehabt hätten,bevor Chlodio Cambrai und später das Land bis zur Sommeerobert habe 1 . Wiewohl nun Gregors Angabe im Betreffder Loire anachronistisch ist (S. 386 N. 5), so widerspricht siedoch deutlich einer frühem alamannischen Occupation derlinks- oberrheinischen Länder 2 .

1) HFr. II, 9: In his autem partibus, id est ad meridionaleni plagam(südlich vom terminus Thoringorum) habitabant Romani usque Ligerimfluvium. Hincmar Vit. S. Remigii bei Du Chesne SS. HFr. I. 524 sprichtnu gleichen Zusammenhänge von einer spätem Zeit, indem er sagt: in illotempore in his partibus circa Rhenum usque Ligerim fluvium habitabantRomani, quorum princeps erat Egidius. Ado unter dem anachro-nistischen Datum a. 379-85 verunstaltet die Angabe Gregors also: Id tem-Poris Romani Gallias tenebant. Citra Ligerim fluvium Gothi; dazu lässter gleichzeitig die Burgundionen cis ultraque Rhodanum wohnen (S. 387 N.).Aimoin GFr. 1, 5 wiederholt Gregors Angabe übertreibend: ea tantumPars Galliarum Romanae suberat ditioni, quam Rheni fluenta (keinenfallsder Unterrhein) ac amnis Ligeris determinant. Aehnlich Gervasius Tilber.Ot. imp. bei Leibniz SS. Rbr. I. 913: Franci illue (in Galliam) tendunt,vindietam sumturi de Romanis, qui aRheno ad Ligerim (das Folgendels t sein Zusatz) et a Ligeri ad usque Hispaniam terram tenebant.

2) Unrichtig ist es daher, wenn Giesebrecht I. 61 die Alamannen im443 in die alten Wohnsitze der Burgundionen in Obergermanien ein-

r ücken lässt und hinzufügt: Das römische Reich bewahrte von dem galli-schen Lande Nichts als die Striche zwischen Loire, Somme und Maas aufbeiden Seiten der Seine.