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Erster Band.
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Könige Eocharich in besagter Weise, und zwar im J. 442,Wohnsitze nördlich der Loire anwies 1 .

Betreffend die endliche linksrheinische Niederlassung derAlamannen, citiert man für dieselbe die bekannten Stelle 11des Sidonius 2 : Erancus Germanum primum Belgamque secun-dum | sternebat 3 , Rhenumque, ferox Alamanne, bibebas | K°~manis ripis, et utroque superbus in agro | vel civis, vel victoreras, und Gregors von Tours 4 : lila Iurensis deserti secreta,quae inter Burgundiam Alamanniamque sita Aventicae adiacenteivifcati 5 . Was nun letztere Stelle betrifft, spricht Gregorallerdings von Begebenheiten, welche um die Mitte des5. Jahrhunderts stattgefunden haben; seine geographischen

1) Sirmond zu Sidonius Carm. VII. 246 Not. S. 221 (mit dem falsche 0Datum: c a 447), Valesius Efr. I. 51. IV. 173 (und Add., wo die Alanenbei Sidonius Ep. IV, 1 auf die von Jordanis EG. c. 43 erwähnten, nörd-lich der Loire angesiedelten bezogen werden), Dubos II, 10 T. II. 16 GBünau I. 539 f. (mit dem falschen Datum 439 und zwischen Alamannenund Alanen schwankend), Troya I, 3. 1144, I, 4. 517 (datiert mit 44l)>Gaupp S. 269 und oben S. 392 N. 1. Die Verwechslung der Alanen mitden Alamannen kommt häufig vor (S. 280 f. N. 10 und S. 466); so ist auchbei Gregor. Tur. HEr. II, 7 Alamannos Missschreibung statt Alanos.

2) Carm. VII. 372-375.

3) Troya I, 3. 1037 bezieht diese Stelle unbegreiflicher Weise aufdas Jahr 429.

4) Vit. Patr. 1, nemlich Vita SS. Eomani et Lupicini.

5) Ehenanus I. 117 f., Lazius I. 105 f., Valesius Efr. V. 237 (’ nAdd. ist die betreffende Stelle gestrichen), D’Anville S. 19, JvMüllerWerke I. 535, Gagern II. 243. 248 , Gingins S. 238 N. 2, Stalin I, l 4 ^’Zeuss S. 318, Eettberg II. 8, Kortüm S. 473 f. N. 1173 und Andere miss-brauchen die eine oder andere obiger Stellen oder beide zusammen zu®Nachweise oder gar zur nähern Zeitbestimmung der linksrheinischen -4°"Siedlung der Alamannen. JvMüller a. 0. missdeutet die Stelle des Sidoniussachlich, chronologisch und geographisch (s. unt.). Gingins a. 0. lässt d' eAlamannen in Folge der Invasion Attilas, zwischen 452 und 455, denEhein überschreiten und sich in der Ostschweiz und im Eisass festsetzen,er citiert hiefür Sidonius und Gregor aa. 00. (sic). Nach Eettberg *■behaupteten sich dieselben seit 407 im Eheinthale bis an die Vogesen (d® ssder Strom auf beiden Seiten alamannisch gewesen, beweise Sidonius a. 0.)>um die Mitte des 5. Jahrhunderts sei ihnen dann die südliche Ausdehnungbis zu den Höhen der Alpen gelungen. Umgekehrt lässt Baquol-SchnitzlerTabl. 41 die Alamannen, die nach ihm die Schweiz schon im J. 407 eroberthaben, das Eisass erst im J. 456 besetzen und die Burgundionen daran®vertreiben.