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Zweiter Band.
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welcher .diese Orte im Itinerarium auf der Route „Lugduno— Dnrocortoro “ und in der Tabula auf derjenigen von Lug"dunum nach Agrippina Vorkommen 1 . Ugonon ist wol nureine nachlässige Wiederholung des aus Augustodunum schonverdorbenen Augunon; denn' an Ugernon (Ugernum bei Arles,wovon unten Cap. 5) mit Pindcr und Parthey zu denken,geht schlechterdings nicht an, und einen andern Ort derLugdunensis I, aus welchem Ugonon durch Vorderbniss ent-standen sein könnte, gibt es nicht.

Yon sämmtlichen in der Notitia verzeichneten Städtender Lugdunensis I zählt beim Cosmographen die einzigecivitas Lingonum unter dem Namen Ligonas nicht zu Rur-gundien. Auffallend genug, wird nemlich dieselbe von ihm 2nach Anaridus (Athanarit), einem angeblichen Philosophengothischer Nation, zur patria Suavorum (Suevorum) oderAlamannorum gerechnet 3 . Damit hängt zusammen, dass eben-daselbst nach dem gleichen Gewährsmann im benachbartennordwestlichen Theile der Maxima Sequanorum die StädteBizantia (Besancon) und Mandroda (Mandeure) ebendahin ge-zählt werden, wogegen anderswo 4 , nach Castorius, Busuntius(Bcsanqon) und Mandroda als Städte Burgundiens aufgeführtsind. Dieser Widerspruch löst sich jedoch leicht durch dieAnnahme, die von Athanarit benutzten Notizen haben sichauf eine frühere Zeit, nemlich auf die nächste Folgezeit nach472 bezogen, und es haben nach denselben damals die Ala-mannen, im neuen Besitze des Landes zwischen Rhein undVogesen (Eisass), selbst im Süden letzterer, welche fortanin ihrer von Süd nach Nord laufenden Kette che Westgränzedes Elsasses bildeten 5 , sich festzusetzen angefangen, Castoriusdagegen habe in seinen Quellen die Alamannen nachmals

1) Itiner. Ant. S. 359 Wess. = 171 Pind., Lapie S. 107 und WalckenaerIII. 147.

2) IV, 26.

3) Anaridus ist verdorben aus Atbanaridus; vergl. Aithanarit IV, 12und Aitanaridus IV, 13. Vcrgl. was oben S. 7 f. über die vom Anonymusbenutzten ,, gothischen Philosophen “ bemerkt ist.

4) IV, 27.

5) D’Auville g. 20.