113
erwähnt die ursprüngliche Notitia prov. et civ. Galliae dieseStadt ■weder in der Lugdunensis IV, noch in der Lugdu-nensis I, wo man dieselbe, als das alte, im Gebiete der Aeduergelegene Roviodunum, neben den übrigen Städten dieserVölkerschaft finden sollte. Das Uebergehen dieser Stadt hatseinen Grund wol nur in ihrem früher untergeordneten Range;zur Lugdunensis IV wurde dieselbe wahrscheinlich desswcgengezogen, weil sie durch das ilorvan-Gebirgc * 1 von der Land-schaft um Autun geschieden war 2 .
fS'ivernum würde, bevor, es zu Burgundien gehörte, imbesitze der Franken gewesen sein, wenn beim Cosmographenv °n Ravenna 3 4 unter den nach Athanarit aufgeziihlten Städten<ler Francia Rinensis oder Gallia Belgica für In ibernis undHeliodorum nach Forcherons Vernmthung Kivernis Aeduovumzu schreiben wäre. Indcss waren die Burgundionen allemAnscheine nach schon um 470 im Besitze von Revers(I. 486) K
(Rüsler I. 47); mit letzterm ist aber dann der ältere Name von Nevers,Noviodunum, gemeint. Wurstemberger I. 200 N. 24 findet die LesungReviduncnsium unwahrscheinlich, vermisst aber doeb den Bischof von Nyon* u den Concilunterschriften. Gingins (Karte) und Matile S. 5 schliessenübrigens die Burgnndionen von der Lugdunensis IV aus; ersterer, weil erihnen Nevers abspricht, letzterer, obsehon er S. 8 denselben diese Stadtzuweist. Binding I. 308 bezeichnet Nevers richtig als äussersten West-Punct Burgundiens.
1) Deserta Morvenni in der Vita S. Eptadii, oben S. 108; danacliüer pagus Morvinnus benannt, s. Vales. NG. S. 360.
2) Ueber Noviodunum und Nevirnum s. Scaliger S. 104, ValesiusNO. S. 383 ff., C. a S. Paulo S. 152, D’Anville NAG. S. 491 und ME.s - 93 f., Walckenaer I. 325 und Ukert II, 2. 470. Die freüieh späteBist, brevis comitum Nivemensiuni bei Labbeus II. 399 bemerkt: CastrumNivedunum, quod nunc dicitur Nivernis, situm est super fluvium Nevium* n extremis Burgundiae finibus, eni subterfluit Ligeris amnis, qui dividitOalliam Celticam et Galliani Aquitanicam. Igitur castrum illud antiquis-simuni quidem, sed instar viculi exiguum.
3) IV, 26.
4) Nicht erst seit 476, wie Dubos III, 15 T. II. 457 glaubt. ValesiusBfr. vi. 272 zählt Nevers um 500 zu Burgundien. Petigny II. 481. 724glaubt, Chlodwig habe im J. 500 das Nivernais von Burgundien und vomGebiete Autuus in der Lugdunensis I losgerissen und zu einer eigenenBiöcese der Lugdunensis Senonia erhoben, es aber infolge der fränkisch-
Jahn, Geseliiclite d. liurgmidioneu. II, 8