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Zweiter Band.
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flacht, welche auf das burgundionische Königshaus und durchdasselbe einen grossen, sowohl kirchlichen als politischenEinfluss auf das Reich ausübte. Der Inhaber dieser Macht

giselsUntergange verknüpfte(Binding I. 281.284); dasMitumkoramen vonFrauand Kindern scheint eigene Zuthat des Verfassers zu sein. — Betreffend dasSchicksal der kriegsgefangenen Franken, -widersprechen Fredegar undAimoin der von uns im Texte befolgten Angabe Gregors: sie lassen sämmt-liche zusammengehauen werden; dabei geben sie die Zahl der Franken zu5000 an — eine Angabe, -welche Valesius KG. S. 605 annimmt, indem ers ich einbildet, es habe ein Thurm von entsprechender Grösse in Viennegestanden. Verständiger liest ehenders. Bfr. V. 274 hei Fredegar undAimoin II millia statt V millia. Die interpolierte Passio S. Sigismundic - 3 schreibt Fredegar ohne die Zahlangabe aus. Gollut III, 6 col. 283spricht von 6000 Franken als der einzigen Streitmacht Godcgisels; GibbonC. 38 und Not. 41 nimmt die Zahlangabe Fredegars an, verwirft aber dasNiederhauen der Franken, die ihmeine aus Kriegern Chlodwigs bestehendeBesatzung sind. Luden III. 80 vermuthet in den Franken eine fränkischeBesatzung, welche Godegisel in Abhängigkeit habe halten sollen (nach-träglich, III, 654, bezweifelt er die Anwesenheit von Franken in Vienne;dawider Türk III. 103 N. 321, der die Zahlangabc der 5000 aus Fredegar■wiederholt); Bnrnbak S. 225 findet dies mit ihrer Verbannung unvereinbar,weil Gundobad Chlodwigs Freundschaft gesucht habe (?), und sieht (N. 1)ln den Franken nur fränkische Söldner, die zu Chlodwig in keiner Be-ziehung gestanden seien. Junghans S. 68 f. bezweifelt sowohl die Zurück-lassung von Franken, als deren Sendung zu Alarich; dawider BindingN 162 N. 547. Wir haben oben gesehen, dass Godegisel seine HerrschaftVienne mit Hülfe fränkischer Truppen, welche in die Viennensis ein-drangen, aufgerichtet hatte; fränkische Hülfstruppen sollten diese Herr-aehaft auch aufrecht erhalten. ■— Die Bäthe Godegisels heissen hei Mariusaeniores, bei Gregor senatores. Valesius NG. S. 605 bezieht beide Aus-drücke auf den anderweitig allerdings verbürgten blühenden Senatorenstandvon Vienne; Duhos IV, 10 T. III. 218 übersetzt: les Sdnateurs des citdsfiui l’avaient abandonnd; Ruchat bei Rickly zu Marius a. 500 S. 32 N. 48(aeniores) id est dominos, magnates; ähnlich Pdtigny II. 478: les princi-P a ux ehefs de la nation bourguignonne ; Giesebrecht zu Greg. Tur. HFr.

33 (senatores) Uebs. I. 95: die vornehmen Römer, wie er senatores^°i Gregor durchweg übersetzt (I. 443 N. 2); ebenso Binding I. 162. Dieaeniores hei Marius, welche Gregor mit dem missverständlichen Senatoreswiedergibt, sind die Rätlie Godegisels (I. 92 N. 3). — Die Burgundiones heiMarius, Gregor und in der aus Marius interpolierten betreffenden Stelle^ er Passio S. Sigismundi sind die vorzugsweise so benannten Vornehmen^a Volkes; so meint die Lex Burg. Tit. 107 = Addit. II mit den Bur-Sundiones dio Grafen (I. 91 Not.). Richtig Binding I. 162. — Die Art derTodesstrafe der Räthe und vornehmen Anhänger Godegisels Jst in der

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