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, Bischof Avitus.
Ist Vienne, wie wir gesehen, nie Reichshauptstadt Bnr-gundiens und ständige Residenz seiner Könige gewesen, sowar doch diese Stadt längere Zeit der Sitz einer geistlichen
beschäftigt gewesen seien. Es liegt aber näher zu glauben, dass er sicliden verbündeten Burgundionen und Westgothen nicht gewachsen gefühlthabe. Gelpke 1. 38 nimmt Beides zugleich an. — Das Nähere über Bela-gerung, Verrath und Einnahme von Vienne bei Gregor. Tur. UFr. II, 33,woraus sich ergibt, dass die Stadt, ohne Zweifel noch aus römischer Zeit,einen Aquäduct hatte, der innerhalb der Stadtmauer mündete und dessenOeffnung mit einem gewaltigen Steine bedeckt war (Valesius NG. S. C05).Gelpke I. 38 spricht von verfallenen Brunnenlcitungen. lieber Person undMotiv des Verräthers I. 72 N. 2; Gollut 1IT, 6, col. 283 nennt denselbenfälschlich un pauvre. Grundfalsch sagt Forel S. XXXIV: Gondebaud . .pendtra ä Vienne, oü celui-ci (Gonddgesile) s’dtait rdfugie (retireDaguet S. 34); war doch Vienno damals Godegisels Residenz (s. oben).— Godegisels Endo betreffend, berichten Marius und Fredegar, Gundobadhabe seinen Bruder eigenhändig umgebracht; nach Gregor von Tours wurdeGodegisel in der Kirche der Häretiker (Arianer), wohin er sich bei Ein-nahme der Stadt geflüchtet hatte, zugleich mit einem arianischen Bischöfeerschlagen. Vgl. Binding I. 102 N. 545. Die Passio S. Sigismundi, so-wohl die ächte, als die interpolierte, hat Eigenthümliches, Cap. 3: Nonpost multum vero temporis (multo tempore Bern. HS. 24) resumptisviribus Gondebadus (Gund. ebendas.) Viennam obsedit (Beides fehlt ebendas.)deiectisque portis eiusdem (viennensium ebendas.) civitatis cum multo exer-citu captum fratrem suum Gondegisilum (Godeg. ebend.) cum uxorcsua (cum uxoribus suis ebend. falsch statt cum uxore et prolibus suisFlor. HS.) igne concremavit, worauf die interpolierte Passio dieErmordung Chilperichs nebst Frau und zwei Söhnen, die Verbannung derzwei Töchter und die Ileirath Chlotildes aus Fredegar tölpisch einflickt,aus ebendemselben das Weitere nach Einnahme von Vienne wiederholt'und dann erst mit den in der ächten Passio unmittelbar nach Obigemfolgenden Worten schliesst: sieque omne (omneque Bern. HS.) regnnm,quod (per vim fügt die Bern. IIS. bei) perdiderat, sibi (fehlt ebendas.)vendicavit, worin übrigens Marius a. 500 (am Schlüsse) abgekürzt ist. Zuwelchen historischen Irrthümem die interpolierte Passio Anlass gegebenhat, s. I. 538. 544 N. 1. Was die Darstellung sowohl der ächten als derunächten Passio betrifft, scheint die Angabe vom Fouertode Godegisels dadurchveranlasst zu sein, dass man den von Gregor. Tur. HFr. II, 34, nach Gode-gisels Untergange (e. 33), aus Avitus Ilom. de rogationibus erwähnten Branddes Königspalasts zu Vienne (zur Zeit des Bischofs Mamertus, S. 123),in die Zeit des fränkisch - burgundionischen Krieges vom J. 500 setzte (wie inGestaFr.c. IC aus einem Missverstehen Gregors a. O. geschieht) und mit Gode-