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Zweiter Band.
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südöstlich von Bellev, am linken Rhoneufer gelegene OrtschaftYenne, die im Mittelalter Eona heisst, vras man aus Epaonaoder Epona entstanden glaubte, da in den römischen Trümmernu m Yenne mehrere Sacralsteinc der Epona sollen vorgekommensein l . Yenne heisst jedoch in der Pentinger’schen TafelEtanna, nicht Eona, noch viel weniger Epaona 2 . Ueberhauptmt aber der Käme des Concilortes gar nicht Epaona, wie mangewöhnlich meint, sondern Epao oder nach der spät- undoachrömischen Ablativform der Ortsnamen Epaone 3 . Ausdiesem Grunde ist auch diejenige Meinung zu verwerfen,Wonach Ponas oder Ponay, ein eingegangener Ort der DiöcescYienne, der 4 Lieues von Lyon und Yienne, an der Strassenach Bourgoing lag, Epaona gewesen wäre 4 . Das Richtige istwol, Epao an den Ort der Diöcese Yienne zu setzen, derurkundlich im J. 831 vicus qui dicitur Eppaonis heisst, um875 einem ager Ebbaonensis den Kamen gibt und im 10. Jahr-

1) Sirmond zu Avitus Epist. 80 begnügt sich , die Ortsangabe in derVita S. Firmati: (locus) qui dicitur Eona super Rhodanum, auf Epaonazu beziehen, ohne die Lage von Eona zu bestimmen; Pagi aber a. 509,XXII, Menschen S. 84 b. und Andere, die bei Pardessus I, 2. 64, BelloguetPKB. S. 28 f. und Dey a. 0. IV. 68 citiert sind, halten Eona für Yenneund dieses für Epaona. Diese Ansicht befolgen noch De Lue S. 105 f.,Türk II. 10, Gaupp S. 293, Matile S. 7 N. 9 (mit ?), Spruner IIGIIA.Bl. 23 (merov. Frankreich), Wurstemberger I. 251 und Dinding I. 227X. 786.

2) Dey a. 0. IV. 68, der freilich die Missschreibung Eianna nebenBtanna zulässt. Schmitt I. 148 ist hier noch ungenauer. Belloguet CRB.3. 30 verwirft die Deutung von Epaona auf Yenne aus dem schon vonPardessus I, 2. 64 vorgchrachten, unstichhaltigen Grunde, weil diese StadtZ -Ur Diöcese Belley gehöre, diese aber am Concile nicht vertreten sei (dasBisthum Belley existierte damals noch nicht); richtig ist dagegen seineBemerkung S. 29 wider die angebliche Abstammung des Namens vonVenne aus dem Eponaculto.

3) Avitus unterschreibt am Concil „Epaone“, nicht Epaonac oderBpaunae, wie schon Sirmond CAG. I. N. 602 col. 2 bemerkt; ebenderselbeZu Avitus Epist. 80: „Epao enim plerumque (?) dicitur, quae alias Epauna,“' v omit, freilich seine Deutung von Eona streitet. Epao schreibt richtigValesius NG. S. 608 f.; Epaone JvMüller I. 120 mit falschem Nominativ;V01 > Neueren Rettborg I. 256 wenigstens Epaon.

4) Chorier und Andere; s. Belloguet CRB. S. 30 f. und Dey a. 0,*V. 69,