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der vermeintlich am 22. Sept. 517 durch Avitus voll-zogenen Einweihung der Kirche des Klosters Agaunum(St. Maurice) zu bringen. lieber die Ortslage des angeblichenEpaona war man freilich nicht einig: man setzte dasselbe indie Gegend des Kaehbarörtchens Epenassey oder in die desheutigen Evionnaz h Was nun zuvörderst jene vermeintlicheEinweihungshomilie betrifft, so ist das angegebene Datumderselben durchaus illusorisch, da sich die Homilie auf dievon König Sigismund im J. 522 gemachte Stiftung' einessogen, ewigen Lobgesangs im Kloster Agaunum bezieht 1 2 3 .Betrachtet man sodann, anderer Gegengründe hier nicht zugedenken s , die damalige geographische Gestalt Burgundiensund erwägt den Umstand, dass das Concil in parochia Epao-nensi, als einem in der Mitte des Reiches gelegenen Puncto,besammelt wurde 4 , so wird man den Ort des Concils eherum Vienne, im Mittelpuncte des Reiches, als im Wallis, eineröstlichen Grenzprovinz des Reiches, suchen müssen 5 , zumalda der im Aostathale an’s Wallis anstossende Theil Ober-italiens, wie wür sehen werden, nie zu Burgundien gehörthat 6 . Weniger irre gehend, riethen daher Andere auf die
1) Erstere Ansicht bei P. Sigismonil S. 139. 142. 166 ff. 173 f.,Briguet Concil. Epaunense, Seduni 1741, und noch bei Boccard S. 22.24 f. 382 N. 1; letztere bei De Bivaz Eclaircissements sur le niartvre dela Leg. theb. Man vergleiche über diese Controverse Belloguet S. 32 f-34 f., Dey im MFrib. IV. 67 und Gelpke I. 128 ff., der beide Ansichtenzu vereinigen sucht. Sinner II. 217 vejmuthet den Coneilort in Epon,einem Nachbarörtchen von St. Maurice, das aber leider nicht existiert.
2) S. cap. 8 Agaunum.
3) Solche s. bei Belloguet CEB S. 35 f und Dey a. 0. IV. 67 f.
4) Einladungsschreiben des Avitus Epist. 80 (Quintiano episcopo). . cunetos simul poseimus fratres, ut . . . in parochia Eponensi adessedignemini, qui locus, omnium fatigatione perpensa, conventui satis oppor-timus electus est. Sirmond Not. S. 54 bemerkt zu Eponensi „P r0Epaonensi“. Die Variante bei Baluz. Not. ad Agobard. S. 27: in parochiaepiscopatus vestri medius atque opportunus electus est, taugt Nichts. DassAvitus sage, „er habe den Ort von Vienne aus sehen können,“ ist einelächerliche Angabe bei Haller 'Bibi. d. Schw. Gosch. III. 15 und JvMüllerI. 120 N. 100.
5) Dey a. 0. IV. 68, Schmitt I. 148 und Gatschet OEF. I. 87.
6) Gelpke I. 132 ist nach Obigem zu berichtigen.