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Zweiter Band.
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wegen zu erwähnen, weil aus dem Titel einer neulich aufge-fundenen Homilie des Avitus erhellt, dass dort vom GenferBischöfe Maximus an der Stelle eines zerstörten heidnischenHeiligtlmms eine Basilica erbaut und von Avitus im J. 522 ,auf der .Rückkehr von der Feier zur Einsetzung des Rituseines ewigen Lobgesangs im Kloster Agaunum, vermittelstdes Vortrags eben jener Homilie eingeweiht worden ist 1 .

1) Titel und Text der Homilie diplomatisch genau hei Delisle in MDG. XV.275 -278. Der Titel lautet ergänzt also: DICTA IN DEDICATIONEBASILICAE QUAM MAXIMUS EPISCOPUS IN IANAVIN[SIS] VRBISOPPIDO CONDEDIT IN AG [HO] AD SENESTRUM DISTRUC[TO]INIBI FANO. Dieta omilia cum de institutione Acaunensium revertentisNamasee dedecatio celebrata est. Vgl. Delisle a. 0. S. 269 ff., der eineAnalyse der Homilie gibt, aber S. 270 die institutio Acaunensium irrigauf die Einweihung des Klosters Agaunum bezieht und daher S. 272 dieHomilie um 516 gehalten glaubt, übrigens S. 270 N. 2 bei Namaseeunglücklich an Namatius, einen der Nachfolger des Avitus, denkt. Rillietin MDG. XVI. 6-59 deutet den Titel der Homilie und diese selbst, vonwelcher er S. 23-29 einen gereinigten Text nebst Uebersetzung und Vor-botraehtung gibt, in dem von uns im Texte befolgten Sinne. Im Einzelnenwerden von Rilliet behandelt: S. 6 ff. die Authentie des erläuternden Neben-titels: Dicta . . . celebrata est; S. 8 f. die Anhaltspuncte zur Zeitbe-stimmung der Homilie, nemlieh erstes urkundliches Auftreten des GenferBischofs Maximus (517) und Einsetzung eines neuen Ritus (des ewigenDobgesangs) im Kloster Agaunum (522); S. 9 ff. basilica als Bezeichnungeiner Parochialkirche; S. 37 N. 1 das Adjectiv Janavinsis (Janavensis),von Janava, Namensform von Genf neben Januba u. s. w. (oben S. 162N. 2); S. 13 oppidum, Städtchen; S. 14 urbs, bischöflicher oder terri-torialer Hauptort (eher s. v. a. eivitas oder pagus, oben S. 148 N. 3);S. 15 ager ad sinistrum, das Land am linken See- und Rhoneufer; S. 16 ff.Namasee, als Name von Annemasse, welches römische und nachrömischeAlterthümer aufweist, urk. 1153 Anamasci heisst und vormals ein bedeu-tender Ort gewesen; S. 19 ff. der Fortbestand des Paganismus in Gallien,noch im 6. Jahrhunderte, mit Bezug auf destructo fano (vgl. Bindingl. 122);S. 29 ff. das Verhältniss des Arianismus zum Catholicismus, wie es sichin der Homilie darstellt; ferner, um Beiwerk zu übergehen, S. 45-58, dervom Könige Sigismund zur Sühne seines Sohnesmordes eingesetzte Rituseines ewigen Lobgesangs im Kloster Agaunum und dessen Bezeichnungmit institutio Acaunensium; endlich S. 58 f. der nähere Zeitpunct desVortrags der Homilie, nemlieh die nächsten Tage nach dem 22. Sept. 522,da der Sohnesmord Sigismunds im J. 522 und die Einweihung jenerStiftung, welche Avitus durch den Vortrag einer Homilie vollzog, a ®Jahrestage der heiligen Thebäer (22. Sept.) stattgefunden hat. Diesen