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Zweiter Band.
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Stadtgebiet und Diöcese von Genf.

Königliche Villa Quadruvium.

Von den zwei Meinungen, welche die königliche VillaQuadruvium, wo Sigismund im J. 516 zum Könige erhoben■ward (S. 181), für Carouge nächst Genf oder für den inder genferischen Gemeinde Meinier, nordöstlich von Genf,am Wege nach Thonon gelegenen Weiler Car re (Quarre)halten, scheint die letztere den Vorzug zu verdienen 1 .

Annemasse.

Weihung einer dortigen Basilica, im J. 522.

Annemasse, ein ansehnlicher savoiischer Pfarrort,Welcher 1 % Stunde südöstlich von Genf liegt, ist hier dess-

flusst und die gallo-römische Stadt allmälig in einen Heerd burgundionischerand feudaler Propaganda (sic) umgewandelt habe.

1) Für Carouge stimmen Belloguet CRB. S. 196, Schmitt I. 146 (diesermit?), Dagudt S. 37 (ebenso) und Wurstemberger I. 245 N. 86 wegen derNamensähnlichkeit und der Nähe des Orts bei Genf. Für Quarre (Carre)spricht JvMüller I. 118 N. 89, mit Bezugnahme auf die dortige Schloss-ruine Boibaud (bei Anderen Boillebaud, Boelbeau, Eolboz), die vom royGondebaud so heisse; ihm folgen Gingins S. 258, Pictet de Sergy I. 96,Dinding I. 226 N. 780 und Andere. Spruner HGHA. Bl. 23 (Merov.Frankreich) setzt daher Quadruvium nordöstlich von Genf, gegen dieGrenze von Savoien hin. Neulich hat J. Vuy, Note sur la villa Quadru-vium, Geneve 1864, Müllers Ansicht mit neuen Gründen, die aber z. Thl.Weit hergeholt sind, zu stützen gesucht. Ist nun zwar die Müller’scheDeutung von Boibaud u. s. w. auf Gundobad eine sehr gewagte, da diekönigliche Villa Quadruvium zunächst eher dem in Genf Hof haltendenSigismund, als dem in Lyon residierenden Gundobad zum abwechselndenAufenthalte diente, so ist doch, nach den Erörterungen von Gatschet OEF.1- 10 f. 256 über Carre und Carouge, ersterer Ort für Quadruvium zukalten. Forel S. XXXV begnügt sich mit Angabe der Meinungsdifferenz.Der RG. S. 18 Nr. 50 bietet Nichts, als unvollständige Citate von Autorenbeider Meinungen ohne Unterschied. Uebrigens ist Quadruvium nur eineandere Form für Quadrivium, und der Ort muss seinen Namen von einemrömischen Kreuzwege erhalten haben; vergleiche die (dii) quadruvii undüuadrubii der Inschriften bei Mommsen ICH. Nr. 157. 158. 247 nebst denDemerkungen von Schmitt I. 27. Die von Belloguet und Wurstembergeraa. 00. und Binding I. 225. 278 bevorzugte Variante bei Fredcgar Qua-tr uvio taugt Nichts, wiewohl auch die Bern. HS. 318 so schreibt.Quadruvio wird durch Chron. S. Benigni Divion. (oben S. 181 Not.)

bestätigt.