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Zweiter Band.
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Valence gehörte zu denjenigen Städten des südlichenThciles der Viennonsis, welche unter dem westgothisch-bur-gundionischcn Kriege des J. 476, ohne jedoch von den West-gothen erobert zu werden, stark litten und bei nachherigerHungersnotli von Patiens, dem damaligen Bischöfe von Lyon,Unterstützung durch Zufuhr von Lebensmitteln erhielten 1 .

Von der Diöcese Valence gilt das Gleiche, was von derDiöcese Grenoble oben gesagt ist (S. 195).

In den ersten Deconnien des 6. Jahrhunderts war Valenccder Hauptschauplatz der kirchlichen Thätigkeit des BischofsApollinaris, wiewohl sich dieselbe im Vereine mit derjenigenseines jüngern Bruders Avitus, des gefeierten Bischofs vonVionne, solbst am Königshofe zu Lyon spürbar macht©(8. unten). Seine Herkunft und Erziehung ist im Frühemmit derjenigen seines Bruders besprochen. Vom Briefwechselder 'beiden Brüder ist uns Einiges erhalten 2 . Ob Apollinarisder Bischof von Valence gewesen, welcher dem LyonerReligionsgespräche des J. 499 beigewohnt hat, ist ungewiss,da der Harne des fraglichen Bischofs in der Urkunde getilgtist (S. 26). Sicher ist, dass Apollinaris im J. 517 demepaonensischen Concile beigewohnt und einige Zeit nachhermit seinem Bruder Avitus das Lyoner Concil in der Incest-sache des königlichen Schatzmeisters Stephanus veranlassthat (S. 45 f. 147 ) 3 . Seinen Zeitgenossen, sowie der gläubigenNachwelt galt Apollinaris als ein mit höheren Kräften aus-

1) Siehe unten bei Arles und Marseille.

2) Avitus Ep. 11 (von Apollinaris) 12 über eine auf die verstorbeneSchwester bezügliche Traumvision des Apollinaris, vgl. Sirmond Not. S. 1? IEp. 25 Antwort auf die Einladung zur Einweihung von zwei Kirehonund Anspielung auf Anwesenheit des Hofes in Valence, vgl. Sirmond S. 25;Ep. 54 Begehren von Auskunft über das Befinden des Apollinaris; -Ep- 62(von Apollin.) 63 über gegenseitige Bcschenkung, vgl. Sirmond S. 46;Ep. 78 Anspiolung auf Kriegsereignisse nnil Bestellung eines Siegelringes,vgl. Sirmond S. 51 f.; Ep. 79 Dank für geschenkto Kirchcnparamentc,vgl. Sirmond S. 53.

3) Lccointe n. 534, IX, glaubt, er habo noch das Ende der Unab-hängigkeit llurgundicns crlobt; als seinen Nachfolger nennt er einenGallus.