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Noch im J. 475 findet man die Bischöfe von Arles und Mar-seille, Leontius und Graecus, mit Bischöfen burgundionischerStädte an einem Concilo zu Arles vereinigt (I. 49G t'.).
Thorisario, Everdingo et Ermano, Comes Stabuli, Arelate directus est:quibus Hex Eorieus trans Rodanum oceurrit, occisisque Ducibus omniavastavit. Der Chronist selbst unterscheidet aber hiervon sehr bestimmtdie Einnahme von Arles durch Eurich; er bemerkt S. 452: XX. (annoLeonis; falsch statt XVIII = 474, da in diesem Jahre Leo starb undder hiernach erwähnte Zeno auf ihn folgte) Arelato capta est ab Eoricocum Massilia et ceteris castellis. Zeno Augustus ann. XIII (1. XVII),nemlich seit 474. Freilich- ist hierbei die Einnahme von Arles u. s. w.immerhin um 2 Jahre zu früh datiert. Falsche Daten bei Neueren sind:470 bei Dubos III, 12 T. II. 389 ff. (nach Viet. Tunn. und gegen Jordanisa. 0.) IV, 1 T. III. 3 = Derichsweiler S. 45. 168 (dagegen Pallmann
II. 283 f. N. 1); „wahrscheinlich schon im J. 478“ bei WietersheimIV. 452 und Pallmann II. 309; 479 bei Pötigny II. 342 f.; 480 bei GauppS. 381 = Pfahler S. 95. Dass Eurich Arles und Marseille nicht schonim J. 470 oder 471, wie Victor Tunn. angibt, sondern erst nach Abtretungder Auvergne (475) erobert hat, beweist Wietersheim IV. 565 f. aus Sidonius
III, 1. VII, 6 (am Schlüsse) und VII, 7, wo vester (murus) von Marseille;er vergleicht Tillemont VI. 794 und Aschbach S. 155. Was Jordanis a. 0.von Unterjochung der Rurgundionen durch Eurich sagt, deutet DubosIII, 13 T. II. 420 auf Anerkennung der Oberhoheit Eurichs; JvMüllerI. 105 nimmt die Nachricht buchstäblich an; sie ist aber auf theilweiseUnterwerfung burgundionischen Gebiets zu ermässigen, wie Pagi a. 477, XX,urtheilt. Wietersheim IV. 452 denkt an irgend einen Sieg Eurichs überdie Burgundionen; nach Binding I. 90 wäre die Vereitlung des Defensiv-kriegs der Burgundionen um die Auvergne gemeint. Nach dem Zusammen-hänge bei Jordanis ist der Verlust der Südprovence gemeint, wie VignierS. 16 eingesehen. Ueber die Benachtheiligung, welche die Burgundionendurch Eurich auch an ihrer Westgrenze, in der Aquitania I und imVivarais, erlitten, s. 1.486 N. 1 u. oben S. 196. Auf die damaligen Friedensver-handlungen zwischen den Burgundionen und Westgothen bezieht sich SidoniusEp. VIII, 9: Hic Burgundio septipes frequenter | flexo poplite supplicatquietem (Binding I. 90 missdeutet dies auf Theilnahme an den Friedens-unterhandlungen, welche im J. 475 römischerseits mit Eurich gepflogen wur-den), und IX, 3: aemulantum invicem sese pridem foedera statuta regnorum ;vgl. Dubos IV, 15 T. II. 445 f. 449 f. Das Abtretungsobject, bei Procopa. 0. ganz Gallien bis an die ligurischen Alpen, wird aufgefasst: alsdie noch römische Provinz zwischen Rhone und Alpen (Sirmond CAG. Iröm. und vesogoth. Zeittafel, Sigonius XV. 557 D. und Zumpt S. 203); alsalles römische Land diesseits der Alpen bis an den Rhein und den Ocean (Gibbonc. 38 in irriger Berufung auf den Vordersatz bei Procop, wo er, wären nichtdie HSS. dagegen, eher die Rhone statt des Rhein erwartet hätte); als
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