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Diese Bemühungen waren jedoch fruchtlos geblieben, trotzder scheinbaren Annäherung, welche aus der berühmten, aufeiner Loire-Insel bei Amboise stattgefundenen ZusammenkunftAlarichs und Chlodwigs hervorzugehen schien * 1 : der Kriegbrach im Jahre 507 Jos 2 . Gundobad, weit entfernt der MahnungTheoderichs zu folgen, schloss sich (aus welchem Grunde,
dem Grunde, weil es unwahrscheinlich sei, dass Theoderich nach dem imJ. 500 mit Chlodwig gegen Gundobad geschlossenen Bündnisse letztemzur Schlichtung des Zwistes zwischen Chlodwig und Alarich angegangenhabe (hiegegen s. oben S. 224); zwischen 500 und 504, Bornhak S. 227N. 1. 228; 502, Dubos IV, 3 T. III. 266; behutsamer: mehrere Jahre vorAusbruch der Krieges, unter Anderen Binding I. 181 N. 608; in einemunbestimmbaren frühem Jahre, Brücker S. 27, der vermuthet, die Corre-spondenz habe den damaligen Ausbruch eines fränkisch - westgothischenKrieges verhindert (?); kurz vor 507, Eckhart I. 48 f., oder vor Ausbruchdes Krieges, Sigonius, Valesius, Pagi, Pdtigny aa. 00. u. A., eine Zeit-bestimmung, welche von Türk III. 115 bezweifelt wird und zu spät ist,wie schon Dubos IV, 13 T. III. 266 ff. dargethan. Unbegreiflich ist es,dass Giesebrecht Einleit, zu Gregor von Tours I S. VIII die diploma-tischen Schritte Theoderichs erst nach der von diesem bewerkstelligtenRettung der Reste westgothischer Herrschaft in Gallien erwähnt.
1) Greg. Tur. HFr. II, 35 dazu Ruinart S. 91. Die Zusammenkunftwird von Ruinart Ann. Pr. mit 503, von Bünau I. 613 a. mit 506 datiert;Türk III. 115: kurz vor 506; Pötigny II. 492 N. 1 setzt dieselbe zuAnfang des Jahres 505; Bornhak S. 227 N. 2: zwischen 500 und 505.
2) Ueber die Zeitbestimmung nach Alarichs Regierungsjahren, beiIsidorus und Greg. Tur. HFr. II, 37, s. Pagi a. 507, V, Ruinart zu Greg.Tur. a. 0., Dubos IV, 14 T. III. 284 f. und die französischen Heraus-geber zu Greg. Tur. a. 0. Opp. I. 244 N. 1. Isidorus gibt nemlichAlarich, der im Anfänge des Krieges umkam, 23 (laufende) Regierungsjahreseit Eurieh (+ Ende 383); Gregor spricht dagegen von 22 (vollendeten)solchen; s. auch oben S. 213 f. N. 4. Bünau I. 614 f. setzt den Anfangdes Krieges irrig in’s J. 506; ebenso Türk III. 115. Aeltere französischeHistoriker, wie Tilius Chron. reg. Fr., lassen, Wahres mit Falschemmischend, den Krieg schon im J. 501 beginnen, die Entscheidungsschlachtaber erst in’s J. 509 fallen; dabei soll Gundobad im.J. 501 auf AntriebTheoderichs einen Vermittlungsversuch zu Gunsten Alarichs gemacht habenund darum von Chlodwig mit Beihülfe Godegisels einer Reichshälfte be-raubt, nach Godegisels Unterdrückung aber aus dem Reiche vertriebenworden sein (wider diese angebliche Vertreibung S. 32 Not.). — Muth-mussungen betreffs der Jahreszeit des Kriegsanfangs: im März 507 (BornhukS. 229) u. dgl. m.; s. Binding I. 195 und N. 662.