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die Besatzangstruppen von Arles brachten bei ihrer Rückkehreine Masse solcher nach der befreiten Stadt. Darunter be-fanden sich, vielleicht schon von Marnino auf seinem Zugezu Gefangenen gemacht, viele Burgundionen von jenseits derDurance, besondersaus Orange; Cäsarius verpflegte diejenigen,welche in den Kirchen und den zugehörigen Gebäulichkeitenuntergebracht wurden, theils aus Mitteln des Episcopats, theilsaus Vorräthen, welche ihm Gundobad und Sigismund auf derRhone zuführen Hessen, und verwendete Kirchengut zum Los-kaufe von Gefangenen. Andere der kriegs gefangenen Bur-gundionen wurden nach Italien geschleppt, wo Cäsarius sich
in’s J. 510. Nach Bünau I. 618 b. hat der Krieg im J. 508 mit demEntsätze von Arles geendet. Dubos IV, 16 T. III. 327 irrt ebenfalls, indemer den Entsatz mit 508 , die Waffenthat des Ibbas mit 509 datiert; dochsetzt er IV, 17 T. III. 330 ff. das Ende des Krieges richtig in’s J. 510.Petigny II. 518 zieht den Entsatz von Arles gar in’s J. 507 zurück; derEntscheidungskampf unter Ibbas hat nach Petigny II. 518 im J. 510,aber in der Narhonensis I (sic) stattgefunden. Den Entsatz von Arlesund die Hauptschlacht mit 508 datierend, trennt Bornhak S. 238. 239 undN. 2 diese Ereignisse in der unstatthaften Weise, dass er die belagerndenFranken den Ostgothen entgegen ziehen und durch Ibbas geschlagen wer-den, die als Belagerer zurückgebliebenen Burgundionen aber infolge vonVerlusten, welche ihnen Tulum hei einem Ausfälle beihrachte, die Bela-gerung aufheben lässt. Bei Bröcker S. 28 werden vor 511 die Frankenirgendwo in Südgallien von Ibbas auf’s Haupt geschlagen. Vgl. BindingI. 201 N. 692. — Die Waffenthat des Ibbas meldet Jordanis KG. c. 58:(Theoderieus rex) trophaeum de Francis per Ibbam, suum comitem, inGalliis acquisivit plus triginta millibus Francorum in proelio eaesis = Hist.Mise. XV., 103 b. A. und Sigebert. Gembl. a. 511 (statt a. 510). VignierS. 20 verwirft diese Angabe wegen dem Stillschweigen Procops und rügtdas Datum bei Sigebert aus dem irrigen Grunde, weil nicht zwei ost-gothische Feldzüge gegen die Franken stattgefunden hätten. Der Kriegdauerte aber sogar drei Jahre, 508- 510, und in das Jahr 510 fiel dieWaffenthat des Ibbas. Jordanis mag das Ergebniss derselben übertriebenhaben, wie Valesius Kfr. VI. 303 f. und Leeointe a. 509, I, mit Berufungauf das Stillschweigen Cassiodors und Procops urtheilen; es ist aber keinGrund vorhanden, sie selbst zu bezweifeln, da der Krieg durch dieselbeentschieden wurde und Ibbas bald nachher in der Narhonensis I, sowie inSpanien als Oberfeldherr Theoderichs auftritt. Auf das Verschweigen desostgothischen Sieges bei den fränkischen Chronisten macht Petavius I, 7, 2mit Recht aufmerksam; s, S. 223 N. 1.