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den von Theoderich abgesetzten feigen Gesalich nnd vertriebihn aus dem westgothischen Spanien. Gesalich suchte beidem Yandalenkönige Thrasamund vergeblich Hülfe, barg sich,im J. 513 aus Africa zurückgekehrt, im fränkisch gewordenenAquitanien, wagte folgenden Jahres, vermuthlich mit frän-kischer Hülfe, eine Schilderhebung in Spanien, ward aber vonIbbas bei Barcelona geschlagen und endete in ostgothischerGefangenschaft jenseits der Durance in Gallien, nemlich inder ostgothisch gewordenen Feste Avignon h
an erster Stelle, nach Dubos u. A., eine Verwechslung von Poitiers mitCarcassone an; im Uebrigen hält er die Jlelagerung von Carcassonelest, welcher Platz, gleich Avignon (Arles?), die Portschritte derPranken gehemmt habe; auch glaubt er, die von Procop überlieferteMäre von dem zu Carcassone verwahrten Königsschatze habe die Prankenzur Belagerung der Stadt angespornt; die Märe selbst verwirft PötignyII. 521 N. 1, wie diejenige vom Schatze zu Toulouse (S. 230 N. 1). —In den ostgothiseh-fränkischen Krieg sind schwer genauer einzuordnen dieSchreiben bei Cassiodor Var. III, 23 an Uniges Spatarius, betreffendeinen Heerzug nach Gallien, und V, 10 an Veranus Saio, betreffend einenZuzug gepidischer Söldner nach Gallien; Pardessus I, 2. 56. 57 datiertbeide Schreiben mit 510. Dagegen lassen sich bei Avitus Epist. 76 dieAusdrücke incolumitas Domni nostri und tanti rerum rumores auf den un-glücklichen Ausgang des burgundionischen Feldzugs unschwer beziehen.
1) Cassiodor Var. V, 43. 44, die Zusätze zu Victor. Tunn. Chron. a.510 und 513 S. 33 Canis. (wo Ibbas in Helbas entstellt ist) und IsidorusChron. Goth. nach der hievor, S. 231 17. 1, citierten Stelle. Bei Isidorus,der Ibbas Ebbas nennt, heisst es von Gesalich am Schlüsse: captusquetrans Humen Druentiuin (Var. Druenticum; 1. Druentiam) Galliavum interiit,was Valesius Efr. VI. 310 und .Bornhak S. 240 f. so deuten, als wennGesalich auf der beabsichtigten Flucht zu den Burgundionen (von Spanienher!) von den Ostgothen jenseits der Durance eingeholt und getödtet wordensei. Es kann nur eine Gefangenschaft in Avignon und das Umkommenin derselben gemeint sein; s. über Avignon weiterhin im Texte. — Grund-falsch lässt Petavius 1,7,2 Gesalich schon im J. 507 aus Spanien ver-trieben werden Valesius Kfr. VI. 310 f. setzt dieses Ereigniss richtig in’sJ. 510, den Untergang Gesalichs verfrüht in’s J. 511; als Motiv derAbsetzung nimmt Valesius Feigheit oder geheimes Einverständnis mitden Franken an, welch’ Letzteres jedoch nur ein leerer ßückschluss ausder spätem, von Valesius als gewiss betrachteten fränkischen Hülfleistungan Gesalich. Lecointe’a. 509, I. 510, III, lässt Gesalich im J. 509 durchTheoderich aus Spanien vertrieben werden und im J. 510 aus Africa zu-rückgekehrt in Aquitanien weilen, dann im J. 511 umkommen. Pagi a. 508, V,rügt Lboointes frrthum betreffs Th4odefichs und hält sich an das Datum