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Zweiter Band.
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das hiesige Kloster später die des h. Benedicts und wurdeim J. 824 zu einer Abtei regulärer Canoniker Augustiner-Ordens gemacht *. Die ursprüngliche Regel hiess die destamatensischen (euphonisch statt tarnaiensischen) Klosters,von Tarnaiae, dem ursprünglichen Namen von Agaunum 2 .

erbaut worden, streitet jedoch keineswegs mit derjenigen des Faustuswofern erstere auf eine Eestauration, wie Mabillon AA. SS. 0. B. I. 568N. a. vermuthet, oder, was richtiger, auf eine Erweiterung des schon be-standenen Klosters ermässigt wird; die übrigen von Valesius angeführtenAngaben werden sich als ungenau herausstellen. Nach Lecointe a. 506,III. V, a. 507, XIII, hätte Chlodwigs Heilung zu Ende des J. 506 statt-gefunden. Mabillon AOB. I. 28 setzt die Krankheit und Heilung Chlodwigszu spät, hält daher die Erzählung des Faustus für unhistorisch und istgeneigt, eine Verwechslung Chlodwigs II mit Chlodwig I anzunehmen.Blosse Phrase ist es, wenn Daguet S. 38 sagt, der Bischof von 'Wallis(welcher?) habe „mit Gundobads Erlaubniss“ zur Kirche auf dem Grabeder h. Thebäer ein bescheidenes Kloster hinzugefügt. Kach ebendem-selben wäre das Kloster Agaunum das älteste der Schweiz und die Wiegedes Mönchswesens in derselben gewesen; nach Forel S. XXXVI würdewenigstens die Abtei St. Maurice mit dem Priorate Komainmotier die Ehretheilen, eine der ersten christlichen Anstalten in unseren Gegenden ge-wesen zu sein. Heber jenes Priorat s. unten Cap. IX.

1) Ruinart zu Greg. Tur. HFr. II, 5 S. 107, Pagi a. 515, VI, undunten z. J. 824.

2) Mabillon AA. SS. 0. B. I Praef. XI. 576 N. b. über die regulamonasterii Tarnatensis s. v. a. Agaunensis; abweichend von AOB. I. 29 f.,wo an ein Kloster zu Ternay (angebl. Tarnatum, Ternatum) unweit Viennegedacht wird, leitet er nach Simler I. 90 den Namen von Tarnada ab,(wider diese Namensschreibung S. 284 N. 7), einem Nachbarörtchen,welches später mit dem agaunensischen Kloster verbunden und durch das-selbe verdunkelt worden sei, und bemerkt, die Instituta, welche der Ver-fasser der Vita S. Eugendi c. 25 für Agaunum geschrieben zu haben vor-gebe, müssten verschieden gewesen sein, seien aber unbekannt. Dagegenglaubt Pagi a. 515, VIII, a. 522, XII, mit diesen Instituta eben jene Regelgemeint, die zuvor im Kloster des h. Eugendus gegolten habe. Das Vor-geben des Hagiographen, welches Lecointe a. 534, XXIV, a. 536, n. 99,ohne Weiteres annimmt, ist aber eher ein Beweis von der Unächtheitjener Vita (in AA. SS. Boll. I. Ian.). Gremaud im MFrib. IV. 325 f.hält sich an Mabillon AOB. a. 0. Näheres über die sogenannte, z. Thl.aus Augustin geschöpfte tarnatensische, d. h. agaunensisohe Regel s. heiLecointe a. 536, n. 199-223 (wo der Text nach Holsten mitgetheilt ist).Pagi aa. 00., Henschen S. 84 a, Ukert II, 2. 491 N. 8, Gelpke I. 114 f,und oben I. 142. Dass die ursprüngliche Klosterregel die des h. Basilius

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