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Zweiter Band.
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durch Maximus, den damaligen Bischof von Genf (S. 178 f.),dessen Diöcese zum Bisthume Yienne gehörte h Behufs derErweiterung des Klosters wurde der übrige bewohnte Baumvon Agaunum, wenn auch nicht ganz, doch grossentheilsdazu gezogen, und es mussten die weltlichen Ortseinwohnerden Mönchen Platz machen * 1 2 .

457 und Gibbon c. 38 lassen sich durch Marius a. 515 dazu verleiten,das agaunensische Kloster für Sigismunds Stiftung zu halten. Doch nimmtGibbon n. 44 den frühem Bestand eines irregulären Klosters an (s. unten).Blavignac S. 39 f. glaubt die zwar spärlichen Beste der Bauten Sigismundsnachweisen zu können, setzt aher dabei dieselben in die Jahre 500-517,und zwar als das Werk der Busse Sigismunds (sic).

1) Ado a. 492-519: Qui (Sigismundus) agente illo (Avito) postmodummonasterium ss. martyrum Agaunensium, Mauricii sociorumque eius, con-struxit = Chronol. Antissiod. S. 63 r.; das Fragment der Hist. AbbatumAgaunensium (angeblich geschrieben von S. Achivus, Schüler des 3. Abts)in AA. SS. Boll. Maii I. 84: Eo tempore (nach dem Uebertritte Sigismundszum Catholicismus) Maximus, Genavensis urbis antistes, ... ad hancdevotionem Sigismundi praecordia incitavit, ut de loco illo, quem pretiosamorte Thebaei Martyres et effusione sanguinis inclyti felicibus maculisrosea varietate ornaverant, promiscui vulgi commixta habitatio tollereturcet..( s. unten). Auf Erneuerung des Klosters durch Sigismund beziehenEinige folgenden Titel einer Homilie des Avitus (den 7. der von SirmondAviti Opp. S. 158 mitgetheilten Homilientitel): Dicta in Basilica sanctorumAgaunensium, in innovatione Monasterii ipsius vel (s. v. a. et, Billiet in MDG.XVI. 43 X. 1) passione Martyrum. Im Sinne der so verstandenen innovatiowollen Mabillon AOB. I. 28. 31, Ruinart zu Greg. Tur. HFr. II, 5 S. 107und Henschen S. 83 b. das constructum est bei Marius a. 515 aufgefasstwissen. Mit Bivaz S. 64 lassen Boccard S. 22, Schmitt I. 147 u. A.die Vollendung des Klosterbaues erst im Sept. 517, die Weihe der Kirche,auf welche sie die Homilie beziehen, am 22. Sept. 517 geschehen, wasDey im MFrib. IV. 68 als unhaltbar richtig bezeichnet. Gremaud ebendas.IV. 335 bezweifelt das Jahresdatum, bezieht aber die Homilie des Avitusebenfalls auf die Einweihung des Klostergebäudes und. der Kirche. JacobsS. 82 schwankt im Betreff der Erbauung oder Erneuerung zwischen 515und 517. Da jedoch die Anfangsworte der Homilie: Praeconium felicisexercitus cet. sich im 6. Homilienfragmente, S. 164 Sirm., vorfinden (vgl.Sirmond Not. S. 60, wo septimum statt sextum und VI statt VII zu setzen),und im 7., das sehr wahrscheinlich mit dem 6. zur gleichen Homiliegehört, von der Einführung der sogen, ewige Psalmodie (psalmisonumsolenne) im Kloster zu Agaunum die Bede ist, so ist die innovatio weiteher von dieser Neuerung zu verstehen, worüber weiterhin das Nähere.

2) Hist. Abb. Agaun. am Schlüsse der hievor angeführten Stelle undim Folgenden: Igitur habito consilio, quod universitati Dei instinctu com-