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Zweiter Band.
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Dagegen ist kaum zu bezweifeln, was ein fränkischer Chronistbei Gelegenheit der durch König Guntramn zu Chälon ge-

mit dem Schlüsse: Data sub die madias in virorum fletu (1. coetu) propeAgauno monasterio feliciter; im Auszuge bei Forel S. 11 mit dem will-kürlich abgeänderten Schlussdatum: Datum pridie Kal. Maii apud Agaunnm.Unterschriften bei Gremaud S. 343: XJiuentiolus urbis Lugdunensis arehie-piscopus, Mauximus (1. Maximus) Geneuensis episcopus, Uictor urbisGrationopolitanae (1. Gratian.) episcopus, und die Comites Yidemarus,Fredebundus, Gondeulfus, Benedictus, Agano, Bonefacius (1. Bonif.), Teu-demondus und Fredeboldus. Verschiedene Datierungen der Urkunde:30. Apr. 515, Brdquigny I. 20 und Gremaud a. 0. S. 338 N. 2; 30. Apr.516, Forel S. 11 und Daguet S. 38. JvMüller I. 120. 121 macht imDatieren eine unstatthafte Unterscheidung zwischen dem Stiftungs- unddem Vergabungsbriefe und setzt erstem in’s J. 515, letztem in’s J. 517.Schmitt 1, 146 setzt die Vergabungen in’s J. 515, die übrigen Verhand-lungen der Urkunde in’s Jahr 516. Das Datum 515 stimmt nun zwardamit überein, dass in der Urkunde Sigismunds Uebertritt zum Catholi-cismus, der freilich früher fällt, als kürzlich geschehen, der Basiliken- undKlosterbau als vollendet dargestellt ist. Gregor von Tours erwähnt jedochausdrücklich, dass Sigismund erst zur Sühne des Verbrechens des Sohnes-mordes (Marius a. 522) den ewigen Lobgesang zu Agaunum gestiftet unddas Kloster reich dotiert habe (s. weiterhin im Texte). Aus diesem Grundeund weil der Gram über jene Unthat von Sigismund in der Urkunde alsGrund der Einberufung der Versammlung angedeutet scheine (es stehtEingangs: ad hoc enim vos adunavi, ut moerentem me consolemini et quidagam vel respondeam addiscatis), datiert Pagi a. 522 , XIII. XIV, dieUrkunde mit dem 30. April 523 (Pardessus I, 2. 66: a. 523); Duvernoyzu Gollut. col. 1774 setzt dieselbe kurz vor Sigismunds Ende (524).Dabei wird aber übersehen, dass, nach Marius, im J. 523 der fränkischeKrieg losbrach, der Sigismund den Untergang brachte und ihm gewisskeine Zeit liess, kurz vorher noch an die Stiftung eines ewigen Lohge-sangs zu Agaunum und an die Dotation des Klosters zu denken. Wollteman aber mit Pagi a. 515, VIII, welchem Pardessus I, 1. 22 folgt, dieUrkunde in’s gleiche Jahr, wie den Sohnesmord, setzen, nemlich in’sJ. 522 , so würde damit immerhin der Umstand streiten, dass SigismundsUebertritt zum Catholieismus und die Klosterbauten, welche Marius demJahre 515 zuweist, in der Urkunde als so eben geschehen dargestellt sind.Es leidet also diese, wie schon Lecointe a. 536 , n. 229, bemerklichmacht, hierin an einem unheilbaren Widerspruche mit der beglaubigtenGeschichte, der allein schon die Unächtheit der Urkunde Jedem beweist,der Gregor nicht eines Irrthums zeihen will, wie dies Gremaud im MFrib.IV. 334 leichtfertig tbut. Es kommen aber noch eine Menge anderertheils sachlicher, theils sprachlicher Beweise der Unächtheit hinzu. Zwarwas Lecointe a. 536, n. 227, für die Unächtheit anführt, dass Eingangs