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Ausgang Sigismunds und seiner Familie im J. 524.
Die Gefangenschaft Sigismunds und der Seinen endetefolgenden Jahres (524) mit ihrer schmählichen Ermordung.
Chlodomere rege cum filiis. Es erhellt hieraus, dass Chlodomer bei derGefangennahme Sigismunds zugegen war, und dass dieser jenem unmittelbarausgeliefert wurde. Marius a. 523 sagt bloss: Sigismundus . . Francistraditus est; die Passio c. 9 malt dies etwas aus: uinctum catenis Francisobtulerunt. Aus Gregors Worten geht zugleich hervor, dass die Königinund die zwei Königssöhne mit Sigismund in fränkische Gefangenschaftabgeführt wurden. Die Passio c. 9 schliesst die übrigen Glieder derKönigsfamilie hei der Abführung des Königs an. Marius dagegen erwähnterstere erst im Schlusssätze, bei Ermordung der Königsfamilie: cum uxoreet filiis in puteo est proiectus; ebenso Freculf Chron. II, 5, 20 S. G51 undHerrn. Contr. a. 511: una cum uxore et filiis trucidatus est. NachGreg. Tur. Gl. M. 1, 75 wurden mit dem Könige zugleich die Söhne ge-fangen; bei ebendemselben HFr. III, G könnte es zweifelhaft scheinen, obdie Gleichzeitigkeit der Gefangennahme oder die der Abführung gemeintsei. Einige fränkische Chronisten, die aus Gregor schöpfen, fassen dieStelle in ersterem Sinne (S. 301 f. N. 2); ebenso Beda Martyrol. Kal. Maiibei Usuard Mart. Kal. Maii S. 61 vs. und 62 r. ed. Mol. II: captus esta Francis cum uxore et filiis = Ado Martyrol. Kal. Maii S. 179 Georg.Vorherige Gefangennahme der übrigen Glieder der Königsfamilie nimmtBinding I. 253 an, gleichzeitige Valesius Bfr. VII. 344 f. und P. SigismondS. 24G (dieser in folgerichtiger Ausbildung seiner Truggeschichte) ; Andere,wie JvMüller I. 125, Vögelin - Escher I. 14 und Daguet S. 36, begnügensich, der Darstellung hei Marius zu folgen. — Die Namen der mitgefangenenSöhne gibt allein die Passio an: die betreffende Stelle lautet in der Bern.HS.*24 so: una cum coniuge et filiis gisdeado et gundebado. Bei gisdeadosteht aber von zweiter Hand a über e geschrieben; also wäre gisdaado zulesen. Das d ist aber aus cl verdorben; denn die Flor. HS. und der Textbei Valesius Rfr. T. II Praef. haben gisclado, was Valesius in Gisladoändern möchte. Die Vulgärausgabe der Passio c. 9 S. 87 hat Gystaldo;danach Gistal bei P. Sigismond S. 47. 246 und oft., nach ihm heiJvMüller I. 125. Varianten bei Henschen S. 88 N. s: Siglado, Gisgaldound Gisclade; die fernere Schreibung Gislabadus, hei Müllenhoff inHaupts ZS. X. 153 und Wackernagel S. 359 f. 368, entbehrt jeder hand-schriftlichen Beglaubigung. Aus Sigladus ist die weitere MissschreihungSiglandus hei Lazius XI. 615 entstanden. Gisclades, was Bluhme WBR1!.S. 69 befolgt, kommt der von Ruinart zu Greg. Tur. HFr. III, 6 S. 109befolgten Schreibung Giscladus am Nächsten. Nach der Correctur derBern. HS. wäre aber Giscladus in Gisclaadus, d. h. Gisclahadus zu ändern,und os hätte so der eine Sohn Gisclahad geheissen, in welchem Namengiscl, Deminutiv von gis, Speer (Held), had (hathu) Kriegsglück be-