Die Burgundionen hatten zwar nach der Besiegung Sigismundsund (lodomars sich den Frankenkönigen unterworfen; als
deutet. Vgl. Rinding I. 255. 304 und Wackernagel S. 341. 349. 368.Ersteres Wort kommt schon im Namen des Grossonkels Godegiscl vor(8. 167 X. 1). In Gundebado stimmen die Berner IIS. und die Variante beilienseben a. 0. überein; das Richtige, Gundobado, bat die Flor. IIS.Valcsius und die Vulgürausgabo a. 0. schreiben Gundebaldo; daher Laziusa. O. Gundobnldus II, P. Sigismond a. 0. Gondebal, Ruinart a. 0. Gunde-baudus, Jv.Müller Gondebald (nach P. Sigismond). So pflegt auch dergleichlautende Name des Grossvaters, Gundobad, in Gundohaldus, Gunde-baldus u. s.w. entstellt zu werden (I. 541 Not.). Die richtige Namenssehrci-hung des Enkols, „Gundobad“, hat Rinding I. 255. 285. 304. — In welcheGegend Sigismund mit der Königsfamilie gebracht wurde, ersieht man ausMarius a. 523 nicht; er sagt ganz allgemein: et in Francia perductus(cst). Dagegen bemerkt Gregor von Tours UFr. III, 6: infra terminumAurelianensis urbis in custodia positus detinctur. Hier ist infra t. u. A.urbis s. v. a. im Gebiete der Stadt Orleans, da infra s. v. a. intra undterminus s. v. a. territorium (vgl. Jacobs S. 30), wenn nicht urbs auchliier s. v. a. territorium (S. 148 X. 3). Auch geben die GFr. c. 20die Worte Gregors so wieder: in pago Aurelianis eos adduxit atque incarcorem retrudi iussit. Frcdcgnr IIFr. epit. c. 35 setzt dagegen die Stadtfür das Stadtgebiet: captum cum uxore et liberis Aurelianis adduxit;ebenso Herrn. Contr. a. 511: Aurelianis in oarcerem missus. Die Be-nennung der von Gregor erwähnten Gegend findet sieh allein in der PassioS. Sigism. c. 9; (Sigismundum) uinctum ad loeum cuius uocabulum cstheisa perduxerunt. Hensehen S. 88 N. t. bemerkt dazu: Belsa seu llesiaregio est in qua cst Aurelianensis ditio. Dir neuere Namen, la Rcaucc,bezeichnet nicht einen an das Gebiet von Orleans grenzenden Landstrich,wie Rinding I. 28G sagt, sondern dio Gegend des heutigen ArrondissementsOrleans, wo Chartres, Cl.ateaudun, Etampes, Vendöme und Pithiviers;vgl. Yales. NG. S. 81 und Gudrard im AH. 1837, S. 71. Erstercr tadeltden Ilagiographeu, weil er die Gegend für einen Ort (locus) halte, wasBouquet III. 403 n. i. und aus diesem Rinding I. 255 (N. 878). 279wiederholt; locus bezeichnet jedoch beim Hagiographen im weitern Sinneauch eine Gegend; so bezieht er sich c. 9 mit locus supTadietus auf c. 8Veresallis mons Marius und der Hagiograph, sowie einige fränkischeChronisten, erwähnen die Haft der Köuigsfamilic nicht, sondern fügen derAbführung gleich die Hinrichtung an; andere fränkische Chronisten ver-binden diese sofort mit der Gefangennahme (s. unten). Wie schon be-merkt, ist es durchaus unzulässig, mit Pagi a. 523, XIX, auf letztere ProcopRG. I, 13 zu beziehen (S. 302 Not. unt.). Falsche oder verdächtige An-gaben des Orts dor Haft: Gollut III. 8 col. 288: Orleans oder Genf,Ersteres nach Frodegar (s. ob.), übrigens mit dem falschen Datum 520und mit der Fiction von Einzelhaft der Gefangenen; P. Sigismond S. 247: