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Zweiter Band.
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Solche Strafe erlitt König Sigismund für das an seinemunschuldigen Sohne begangene Verbrechen, mit seiner Ge-

des Marius zuerst berichtigt und die Ermordung Sigismunds mit 524datiert; ihm folgen Lecointc a. 524, I, Ruinart Ann. Fr. a. 524, Pagiä. 524, IV, Hcnsehen S. 84 b, Dubos V, 4 T. III. 470 (setzt bei Mariusa. 523 zu ibique ,,dans la suite“) und die meisten Heueren. Für 524bringt Wurstemberger I. 254 N. 17 neue Gründe bei. Falsche Data:520, Gollut III, 8. col. 288; 523, Ruinart zu Greg. Tur. HFr. III, GS. 110, Vögelin-Eschcr I. 14 und Rinding I. 255 (nach Marius); 52G,P. Sigismond S. 253 mit seinen Gewährsmännern und JvMüller I. 125;527, Guichenon I. 14. — Den Zwischenvorfall der Warnung des AbtesAvitus, bei Greg. Tur. HFr. III, 6, erwähnen die GFr. c. 20 in gleicherReihenfolge der Ereignisse; Fredegar HFr. epit. c. 36 verbindet die War-nung mit dem Ende Chlodomers, an dem das angedrohte Gericht sich voll-zogen habe (S. 157 N. 3); ebenso Hugo Flavin. Ann. Verd. S. 89.Ucber Avitus, den Abt von Miciacum (St. Memin-de-Micy bei Orleans)vgl. Lecointe a. 517, VI. 521, I. 524, III. 530, III, Pagi a. 542, VIII,Henschen S. 86 N. n. und Lucchi zu Venant. Fortun. Opp. II. 141.Aus der Missschreibung bei Gregor (Abbate) Nutiacensi, statt Miciacensi,was übrigens in don besten IISS. fehlt und ein, obwohl richtiges, Glosscmist, heckt P. Sigismond S. 248 ein monasterium Nuntiacense, Monasterede l’Annontiade, aus. — Das aus Greg. Tur. HFr. III, 6 im Texte an-geführte Motiv des Mordes ist jedenfalls triftiger, als was ältere und neuereHistoriker als Beweggrund fingieren. Nach Guichenon I. 14 wäre Chlo-domer über Godomars glückliches Entkommen erzürnt gewesen; bei P.Sigismond S. 249 lf. 254 ff. sind es die leidigen Arianer, auf deren RathChlodomer den König mit den Seinen ermorden lässt (Hauptgewährsmannhiefür ist ihm D. Petrus Laurentius Galassus Bononiensis Olivetanus, VitaS. Sigismundi, Imolae 1655). Nach Bornhak S. 261 hätte Chlodomer be-fürchtet, es möchte in seinem, noch sehr arianisch - westgothisch gesinntenLande ein Aufstand zu Gunsten des arianischen Burgundionenkönigs Go-domar entstehen, wenn er gegen diesen, ohne vorherige Beseitigung Sigis-munds, zu Felde gezogen wäre. Bei letzterer Annahme wird übersehen,dass Godomar catholisch gewesen (I. 121) und die vermeintlich nochsehr arianisch - westgothischen Unterthanen Chlodomers kein Interessehatten, sich für das catholisclie Königshaus der Burgundionen zu erheben.Plausibler meint Daguet S. 36, Chlodomer habe auf Chlotildes Antrieb dieErmordung seines mütterlichen Grossvaters Chilperich an Sigismund ge-rächt; es würde dieses Motiv sogar mit demjenigen übcrcinstimmen, welchesnach Gregor die Bekriegung Sigismunds durch Chlodomer und seine Brü-der veranlasst hatte (S. 50 f.) Binding I. 255 N. 879 findet in denWorten, mit wolchcn die unächte Vita S. Sigism. c. 9 nur die Gefangen-setzung Sigismunds motiviere, das Motiv der Jlordthat. Die unächte Vitagibt vielmehr letzteres so an: ut vesauia crudelitatis suae satiarentur. Die