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mahlin, der Urheberin desselben; die unschuldigen Söhnemussten die Schuld der Eltern mitbüssen. So erfüllte sich an
ächte Vita (Passio) schreibt, im Unsinne consaquent, den Burgundionenden Mord zu, mit dem gleichen Motive: ut uesaniae suao perfidia se sa-tiarent; wahrscheinlich hat nemlich der Verfasser auch im Schlusssätze heiMarius das a Burgundionibus des ersten Satzes als nachwirkend aufgefassl,während die Ergänzung a Francis (nach ibiquc), wie im zweiten Satze,selbstverständlich ist. So fasst schon Freculf Chron. II, 5, 20 S. 051die Stelle, indem er nach quem secum Franci . . perducentes fortfährt:cum uxore et filiis demum in puteum proiieientes necaverunt. — Den Ortdes Mordes berührt Marius nur obenhin mit ibi (in Francia), was beiFreculf a. 0., sowie das vorhergehende in Francia, fehlt; etwas bestimmterals Marius, sagt die Vita S. Sigism. c. 9 mit Bezug auf die vorerwähnteGegend von ßelsa: ibique puteum . . invenientes . . in puteum iactaverunt.Sehr bestimmt bemerkt dagegen Greg. Tur. IIFr. III, 6: apud Columnam,Aurelianensis urbis vieum, woselbst urbs, wie im Vorhergehenden, s. v. a.civitas, pagus; vgl. Dubos IV, 1 T. III. 27 und oben S. 310 Not.Aus Gregor schöpfen GFr. c. 20 und Aimoin GFr. II, 4; erstere schreiben :in loco qui dicitur Colomna vico; Aimoin entstellt Columnasogar in Calumnia (var. Calumpnia). Nach C. Saussayc Annal. Eccl.Aurelianensis III, bei Lecointe a. 524, III, und Henschen S. 85. B, ent-spräche die Oertlichkeit Columna derjenigen der Capelle Coloumelle, in'deren Nähe die zwei Pfarren Coulmiers und S. Pierre-de-Colombe, letzteremit der Kirche Namens S. Sigismond (S. Sismond, S. Simon) und miteinem Benedictiner-Priorate, dessen Collatur dem Kloster Micy gehöre.Valesius NG. S. 150 f. 460 hält zwar Columna hei Gregor ebenfalls füridentisch mit Coloumelle (nicht mit Coulmiers, wie Andere den Ortsnamendeuten, s. unt.); die Oertlichkeit des Sodbrunnens, in welchen Sigismundgestürzt wurde, findet er jedoch nicht zu Coloumelle, sondern da, wo diePfarrkirche S. Sigismond oder S. Sismond stehe (so auch Du ChesneI. 14); jene Oertlichkeit nemlich, im Mittelalter puteus S. Sigismundi ge-nannt und im Cartular der Kirche von Orleans als cella ccclesiae S. Cruciserwähnt, habe genannter Pfarrkirche den Namen geliehen. HenschenS. 86 N. o, bemerkt zu Columna bei Gregor: versus comitatum Dunensem(Comte de Chäteaudun, Ddp. Eure-et -Loir), prope oppidum Pattaeuni(Patay) et parochiam Columeli (Coloumelle); dabei bezieht er sich imBetreff des dortigen Sigismund-Cults auf Saussaye oben a. 0. Mit Valesiusstimmt Abbe Bellay (citiert von JvMüller I. 125 N. 122 aus Haller Schweiz.Bibi. III, 593), der als den Ort, wo Sigismund geendet habe, S. Pfcre-Air-la-Colombe bezeichnet, wenn nemlich, wie es scheint, damit die PfarreS. Pierre-dc-Colombe (s. oben), resp. die dortige Pfarrkirche S. Sigismondund nicht etwa S. Peravy-la-Colombe, südlich von Patay, gemeint ist.Der Name jener Pfarrkirche ist seither auf die Pfarre ühergegangen; Joannebemerkt über dieselbe: St. Sigismond, Loiret, comm. de 450 hab., cant.