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Zweiter Band.
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nige nach Italien entrannen *; dass die Stiftung Sigismundszur Zeit Chlotars II (584—628) eine Bestätigung erhielt 1 2 ;dass Ludwig der Fromme, weil die Mönche (weit entfernt,durch das ewige Lohsingen engelgleich zu werden) sich durchinfame Laster befleckt hatten, in Aufhebung jener StiftungSigismunds und nach Yerjagung der Mönche 30 reguläreCanoniker Augustiner-Ordens im Kloster installierte, undPapst Eugen II diese Reform durch Bulle vom J. 824 bestä-tigte 3 ; dass Rudolf, der erste König des transjuranischenBurgundiens, im J. 888 zu St.-Moritz, wie das Kloster nach-mals benannt wurde, von einigen Grafen und Prälaten sichhuldigen liess 4 ; dass, nachdem mehrere Päpste zu Gunsten

1) Marius a. 574, Continuator Prosperi Aquit. S. 35 und FredegarHFr. epit. c. 68; vgl. I. 103.

2) Auf die angeblichen Acten des Concils von Agaunum im MFrib.IV. 337—343 (s. oben S. 293 f. N. 1) folgt ebendaselbst S. 344—347eine Chronik der Aebte von Agaunum ungefähr vom J. 830, welche obigeActen recapitulierend die Aehtcfolgc bis gegen 830 und zwischen hineindie Nachricht von einer Bestätigung aus der Zeit Chlotars (II) enthält,lieber die durch diese Nachricht veranlassten Irrthümer s. oben S. 291 Not.

3) Rilliet in MDG. XVI. 57 f. und oben S. 289 u. N. 1; Nachweiseüber die betreffende Urkunde bei Forel S. 20. Noch im J. 766 vergäbetder Gutsbesitzer Ayroenus dem Kloster Agaunum, dessen Abt Villieariuszugleich Bischof (von Sitten), einen Theil seines Allods zu Taumiacum(Torny, Ct. Freiburg) im pagus Valdensis zum Unterhalte der turma Val-densis (var. Meldensis), deren Vorsteher (turmarius) der Mönch Mathulfusist. Siehe Gingins in MDG. XX. 379 ff., Forel S. 18 und Schweiz. Urk.Reg. I. 14. Gingins a. 0. S. 380 deutet die turma richtig auf eine derbeim ewigen Lobgesang functionierenden Abtheilungen von Mönchen; s.oben S. 299 N. 1. Die betreffende Urkunde steht in Hist. Patr. Mon.VI (Chart. II, Cartular von Agaunum aus Sacc. 14) col. 1 No. I. (Taur.1854.) L

4) Regino Prum. Chron. a. 888; vgl. Bochat II. 216 ff. und ForelS. 27 f. Wie die Ortschaft Agaunum bereits in späterer merovingischerZeit auf Münzen als S. Mauricius vorkommt (s. oben), so haben dieKlosternamen Monasterium S. Mauricii und S. Mauricius den älterenNamen Monasterium Agaunense allmälig verdrängt; der erste findet sichbei Anastasius (Vales. Rfr. VII. 338), der zweite bei Regino a. 0.: apudS. Mauricium. Indem D’Angreville a. 0. S. 22 Münzen mit der LegendeSCI MAVRICI der Abtei, nicht dem Orte Agaunum zuweist (s. oben),behauptet er durchaus irrig, dieselbe habe diesen Namen ihres Patronsschon seit Theodoras I, Bischof von Oetodurus um 370, und lange vor edr

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