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Zweiter Band.
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war somit das Maurienne - Thal früher von Italien vollständigabgeschlossen h

In der römischen Zeit wenig bekannt und begangen,muss dasselbe noch zur Zeit, da die Burgundionen sich inden graiischen Alpen niederliessen, von geringer Bedeutunggewesen sein. Dass es jedoch im Umfange ihrer dortseiti-gen Niederlassung sei begriffen gewesen, dafür bürgt schonseine topographische Lage. Auch bemerkt der Cosmographvon Ravenna 1 2 ausdrücklich, die Alpen seien das Scheidungs-gebirge zwischen Burgundien und Italien, welches letztereLand er anderswo 3 als in den Front Burgundiens gelegenbezeichnet. An ersterer Stelle sagt er von den Alpen: quimontes dividunt inter . . Burgundiam et Italiam. Fügt, ernoch hinzu: inter Maurianos et Italiam, so könnte es freilichscheinen, er rechne die Mauriani, d. h. die Maurienne 4 ,nicht zu Burgundien. Da er jedoch dieselben eben so wenigzu Italien zählt, so ist eher anzunehmen, sie haben in seinemSinne zu Burgundien gehört. Jedenfalls hat Spruner 5 6 rechtgethan, die graiischen Alpen, mit Inbegriff der Maurienne,als Grenze zwischen Burgundien und Italien zu bezeichnen fi .

Am epaonensischen Concile ist die Maurienne nicht ver-treten; erst im J. 576 wurde nemlich diese Thalschaft 7 , diefrüher zum taurinensischen Bisthume gehört hatte, von demdamals über Burgundien herrschenden fränkischen KönigeGuntramn zu einer eigenen Diöcese erhoben, wogegen derBischof von Taurinum vergeblich protestierte 8 . Am Concile

1) Valesius NG. S. 349, De Luc S. 23 f. und Walckenacr II. 395 f.

2) IV, 37; ygl. Binding I. 306.

3) IV, 29.

4) Pinder und Parthey zum Cosmogr. S. 292.

5) HGHA. Bl. 3: Europa im Anfänge des 6. Jahrh., und Bl. 9: südl.Donauländor etc.

6) Gollut II, 3 col. 97 zählt die Maurienne richtig zu Burgundien,zieht aber dazu fälschlich auch Susa und Saluzzo. Anderen älteren Scri-hcnten sind die Alpen (die graiischen?) und der Mont-Cenis östlicheGrenzpuncte Burgundiens; s. z. B. Guichenon I. 13.

7) Locus Mauriennensis, Greg. Tur. Gl. M. I, 14.

8) Gregor. Tur. Gl. M. I, 14; vgl. Valesius NG. S. 324 f., Lecointea. 536, VI, ßuinart zu Gregor. Tur. a. 0., Car. a S. Paulo S. 147 und