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Zweiter Band.
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zu Macon (581) unterschreibt daher der Bischof von Mau-rienne neben demjenigen von Tarantaise * l . Der Hauptort desThaies, das heutige St.-Jean-de-Maurienne, heisst im 6. Jahr-hundert Maurienna urbs 2 , im 8. und 9. Morienna urbs oderschlechtweg Morienna und Maurienna 3 ; von wunderthätigenReliquien des h. Johannes und mit Bezug auf die ehemaligenThalbewohner wurde er auch S. Johannes Garocellius benannt 4 ;der gewöhnliche Harne war S. Johannes de Maurienna, wor-aus der heutige entstanden.

Vermeintliche Zugehörigkeit des Aosta-Thaies zuBurgundien.

1 Fällt nach Obigem die Meinung dahin, die Burgundio-

nen hätten in der Maurienne einen Theil von Oberitalienbesetzt, so würde dagegen eine solche Besitznahme aufeinem andern Puncte stattgefunden haben, wenn das Aosta -thal zur Provinz der Alpes Graiae et Penninae gehört hätte 5 ,oder die Annahme richtig wäre, das Aosta-Thal sei, wo nichtschon bei der ersten Ausbreitung der Burgundionen im Alpen-gebiete, doch später burgundionisches Land geworden. DieseAnnahme stützt sieh auf die angebliche Dotationsurkunde des

Klosters Agaunum: laut derselben wurden nemlich durch\

Walckenaer II. 392 ff. 395. Nach Ruinart a. 0. wäre die Diöcese Mau-rienne von Tarantaise abhängig gewesen.

1) Sirmond CAG. I. 375.

2) Gregor. Tur. a. 0.

3) Pinder und Parthey zum Cosmographen von Ravenna S. 292. In •einer spätem Notitia Galliae bei Du Chesne SS. HFr. I. 7 steht CiuitasSeutium (Var. Sentium) Morienna als vierte Ortschaft der Alpes Graiae etPenninae; in einer andern solchen ebendas. I. 15 heisst es in gleicherReihenfolge: Ciuitas Morienna a Gundranno rege Burgundionum con-structa, was sich auf die Erhebung des Ortes zum Bischofssitze bezieht,lieber eine dortige merovingische Münzstätte vgl. D’Angreville Numis. val-lais., Genöve 1861, S. 12.

4) Ukert II, 2. 319.

5) Dies behauptet Guerard im AH. 1837 S. 64 in der oben wider- -legten Voraussetzung einer italischen Pertinenz der Alpes Graiae.