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rung. Dies erhellt auch aus dem Berichte des Ennodius überdie Gesandtschaftsreise, welche Epiphanius, Bischof von Pa-via, im Aufträge Theoderichs, des Königs von Italien, zurAuslösung der Kriegsgefangenen nach Burgundien machte(S. 23 f. 279). Die einzige politische Folge jener Expedition warder Schritt Theoderichs, wodurch er, den mit Gundobadgeschlossenen Frieden zu befestigen, die eine seiner Töchter,Hamens Ostrogotho, mit Sigismund, dem Sohne Gundobads,vermählte *.
byzantinischen Kaiser Anastasius auskliigelt. Sonst wird die vorangeführtemerkwürdige Stelle Cassiodors von Vignier bis auf Binding herab über-sehen. Einzelne charakteristische Züge in derselben sind oben I. 187berührt.
1) Den Friedensschluss berührt Ennodius im Panegyricus auf Theo-derieh S. 306 nach der Beseitigung Odoacers: Taceo, nbi (1. ut; FertigEnnodius III. 14 übersetzt: Ich übergehe, wo —) tibi iniuncta est paxdiuturna, Burgundio: quando sic foederibus obsecutus es, ut deputetur,quod vivis feriatus, eonstantiae, non pavori; vgl. Manso S. 466. Dassder Burgundionenkönig sich beeilte, in die Verwandtschaft des neuen Kö-nigs von Italien zu treten, besagt Cassiodor in der oben aus Var. XII,28 angeführten Stelle mit den "Worten: cuius . . felicitatem . . praecipi-tatus incurrit. Mit felicitas vgl. Cassiodor Chron. a. 489: felicissimus . .rex Theodericus, und a. 500: felix imperium, von Theoderichs Regierung.Nach Sirmond zu obiger Stelle des Ennodius, Not. S. 52, spielt Gundo-bad auf jene Hejrath an, bei Ennodius Vit. B. Epiphanii S. 406: Con-cedat tarnen divinitatis assensus, ut solidatum inter nos foedus longaaetate servetur. Deutlicher sagt Ennodius im Vorhergehenden, S. 405,zu Gundohad: Sic in successione regni istius legitimus tibi haeres adcre-scat, et per spem adultae progenies ad Burgundionum gubernacula revi-viseas . . . (Verbinde per spem reviviscas, lies progeniei und beziehe adul-tae zu ad B.g. Fertig Ennodius III. 13 übersetzt flüchtig: (mögest) Du neuaufleben in der Hoffnung auf die Fortdauer Deines Hauses.) Iam tibiItaliae dominus et necessitudinis affinitate coniungitur; sit fllii tui sponsaLatia (1. sponsalitia) largitas absolutio captivorum. Fertig a. O. III. 13findet für gut, die Worte sit fllii . . . captivorum zu überhüpfen. Spon-salitia liest Bluhme WBRR. S. 68 N. 73; Binding I. 108 N. 399 wieder-holt das Fehlerhafte ■. sponsa Latia. Aus obiger Stelle der Vita B. “Epiph.erhellt, dass die Verlobung schon geschehen und die Heirath auf demPnnete der Vollziehung war, als Ennodius im J. 494 seine Mission ans-führte. Ohne Zeitbestimmung erwähnt Gregor Tur. HFr. III, 5 (= Fre-degar. epit. c. 34) die Vermählung; Jordanis RG. c. 58 (s. unt.) setzt sieverfrüht in die Zeit des ersten Auftretens Theoderichs in Italien (489).Die Hist. mise. XV. 100 Mur. = S. 350 Eyss. und Freculf Chron. II, 5,