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So blieb Gundobads Unternehmung, wie sie lediglichein Eaubzug gewesen, ohne alle Folge von Gebietserweite-
sumptione congemuit, quando illum cognovit nominatae gentis esse recto-rem, quem sub militis nomine probaverat esse singulärem. Quoties seoptavit de suis finibus non exire Burgundio, ne principe nostro pugnaretadverso, cuius licet praesentiam relevatus evaserit, felicitatem tarnen prae-cipitatus incurrit? Im Folgenden kommt die Niederlage der Burgundio-nen zur Sprache und sie werden dort als rebelles bezeichnet, weil sieTheoderich als König von Italien, dem die Barbaren nach römischer An-sicht unterthan waren, nicht anerkannten. Die Erlasse Cassiodors, alsPräfect, aus den Jahren 534, 535, 537 und 538 sind nun zwar im 11.und 12. Buche der Yariae, die früheren im Namen des Königs in deuvorhergehenden Büchern enthalten (Wattenbach DG. S. 54 N. 4); dieshindert jedoch nicht, das Edictum Yar. XII, 28 auf die erste Zeit derostgothischen Herrschaft in Italien zu beziehen; denn die Variae sind,wie Valesius Ufr. VII. 335 bemerkt, nicht durchweg chronologisch geord-net. Wie Sigonius, haben daher auch Pithoeus Praefat. in Salvian. undBünau I. 605 a. die Nachricht Cassiodors auf Gundobads Zug nach Italienrichtig bezogen; nur irrt Pithoeus darin, dass er aus derselben eine vor-übergehende burgundionische Besitznahme Liguriens und der Aemilia fol-gert. Dubos Y, 5 T. III. 518 bezieht das Edictum auf die Zeit des lezt-ten fränkischen Krieges mit Burgundien: er missdeutet die angeführteStelle auf die Bundesgenossenschaft der Ostgothen mit den Burgundionengegen die Franken, und w'as Cassiodor von einer Alamannorum nuperfugata surreptio hinzufügt, auf einen Sieg der Burgundionen über diefränkischen Alamannen, welche ihrerseits die Burgundionen durch eineDiversion nach dem Jura hin angegriffen hätten. Manso S. 203 (N. a). 341und Bornhak S. 292 beziehen Cassiodor a. 0. auf die nächste Folgezeitnach Vitiges’ Erhebung zum Könige und bezeichnen die Burgundionen undAlamannen, die Oberitalien verheerten, als fränkische Schaaren. Die vonManso und Bornhak nach Procop BG. I, 13 dargestellten Unterhandlungendes Vitiges mit den Franken stimmen aber sehr schlecht mit dem von Cas-siodor geschilderten starken Auftreten des neuen ostgothischen Herrschers.Auf den Feldzug aber, den der Frankenkönig Theodebert im J. 539 nachLigurien und der Aemilia machte (Marius a. 539), kann die NachrichtCassiodors schlechterdings nicht bezogen werden: bei jenem Feldzuge wer-den die Burgundionen nicht erwähnt, und er galt nicht sowohl den Ost-gothen unter Vitiges, als den Truppen Beiisars, wiewohl erstere nichtverschont blieben; er wurde auch nicht durch olstgothische Waffen, son-dern durch die Ungunst des Climas vereitelt. Pötigny II. 454 N. 1 findetzwar in Yar. XII, 28 die Expedition Gundobads nach Ligurien erwähnt,irrt aber mehrfach, indem er sie nach dem Tode Odoacers, in’s J. 494,die Mission des Epiphanius zum Loskaufe des Kriegsgefangenen (S. 23 f)in’s J. 495 setzt und ein geheimes Einverständniss Gundobads mit derq