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d’Ossola und von dortigen Resten einer Inschrift, die sich aufeinen Aufenthalt Gundobads in Domo d’Ossola beziehen soll,berichtet wird 1 , ist höchst unglaubwürdig. Domo d’Ossolahat so wenig als Aosta je zu Burgundien gehört. Den blei-benden ostgothischen Besitz des letztem Punctes, nicht einenvorübergehenden 2 3 , berührt Cassiodorus, wo er, zunächst mitBezug auf die Grenzfeste Aosta (Augustanae clusnrae), vonden ständigen Besatzungen der Grenzpuncte (loci finales)sagt, sie schliessen quasi a quadam porta provinciae (Italiens)das Eindringen der Barbaren (zunächst der Burgundionen)aus®. Am epaonensischen Coficile ist denn auch Aosta kei-neswegs vertreten: das dortige Bisthum hing von der Metro-pole Mailand ab 4 und stund damals mit dieser unter ostgo-thischer Botmässigkeit. Theoderich überweist bei Cassiodo-rus 5 Widersacher des Bischofs der eivitas Augustana demvon Mailand zur Bestrafung, wobei es freilich ungewiss ist, obmit der eivitas Augustana Aosta oder Turin gemeint sei 6 .Gewiss ist dagegen, dass Aosta beim Cosmographen von Ra-venna 7 unter dem Namen Augusta Predula (Augusta Praeto-ria) zu Italien zählt-, auch sind ihm die Alpen das Scheide-gebirge zwischen Burgundien und Italien (S. 328), und zudemzählt bei ebendemselben der Punct Summo Pennino, als zu
1) Von Scaciga della Silva: Storia di Val d’Ossola, Vigcvano 1842,S. 44 f. nach der Chronik Philipps von Bergamo.
2) Wie Aubert S. 17 meint.
3) Var. II, 5, wo Augustanae clusurae, nach dem Pluralgebrauchevon clusurae für clusura, die Grenzfeste Aosta; vgl. I. 188. Binding I.306 urgiert den Plural und missdeutet clusurae auf die Pässe des grossenund kleinen St. Bernhards. Biese konnten von Aosta aus durch kleinereGrenzposten leicht bewacht werden. Die Grenzfeste Aosta scheint auch beiEnnodius Vit. B. Epiph., Opp. S. 407, gemeint zu sein, wo Enuodiussagt, er habe die pittacia (Zedel, d. h. die Lösezedel der losgekauftenkriegsgef'tngenen Italiener) ad clusuras ausgefertigt (nemlich als eine ArtPass). Wenigstens nahm Epiphanius selbst den Heimweg nach Italienüber den kleinen St. Bernhard (S. 279) , also durch das Aostathal undüber Aosta.
4) Besson S. 245.
5) Var. I, 9.
6) Sartorius S. 309 f. Für Aosta entscheidet sich Belloguet ORB. S. 193.
7) IV, 30.