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Zweiter Band.
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fenden Unterschriften des epaonensischen Concils, sowie mitden hieher gehörigen Angaben des Cosmographen von Ea-venna, um die hieraus sich ergebenden politisch - geographi-schen Schlüsse zu ziehen. Daran wird weiteres Politisch -Geographisches, sowie Historisch - Topographisches sich an-reihen.

Die Westhälfte der Provinz, mit Besan9on u. s. w.,grösstentheils burgundionisch.

Wir linden nun in den Concilunterschriften zuvörderstdie Metropolis civitas Vesontiensium im Besitze derBurgundionen 1 . Die dortseitige, westlich vom Jura gelegeneHälfte der Provinz gehörte zwar wegen der weiterhin zubesprechenden Losreissung ihres nördlichen Ausläufers nichtganz, aber doch grössten Theils zu Burgundien. Der betref-fende Provinztheil umfasste den nachmaligen Comitatus Bur-gundiae (Brauche - Comic, Freigrafschaft Burgund, auch Hoch-oder Deutsch-Burgund), mit Besanoon als Hauptstadt (Dep.Doubs) und den Städten Lons-le-Saunier (Dep. Jura) undVesoul (Dep. Haute-Saöne) 2 . Das Stadtgebiet vonBesancjon,

zur Zeit Chlodwigs Felix Granvelensis (Annal. Gramnelenus) mit seinerGemahlin Ermentrudis ein Kloster in loco Balmensi, dann letztere unterChlotar I ein monasterium Balmense gegründet habe, wird auf Romain-motier und Baume bei Yverdun u. s. w. gedeutet, ist aber jedenfalls ana-chronistisch und auf die Zeiten Chlodwigs II und Chlotars III und aufden transjuranischen Patricius Ramnelenus oder Chramnelenus (635 — 651)zu beziehen. (Gingins in MDR. VI S. LVI N. 1. 2, Forel S. 16 und Lü-tolf S. 259.) Durchaus unzulässig ist es endlich, bei dem von SidoniusEp. VII, 13 gepriesenen Himerius antistes, einem Schüler des h. Lupusvon Troyes, an den h. Himerius (Imerius), den Einsiedler und Stifter derKirche zu St. Immer (St.-Imier) im Jura zu denken (wie Chaix II. 160mit Berufung auf Sirmond zu Sidon. a. 0. Not. S. 131 versucht, der dochnur den antistes mit abhas interpretiert); setzen doch selbst die auf Hime-rius bezüglichen, übrigens späten Legenden diesen Heiligen erst in dieZeit des fränkischen Burgundiens. Vgl. I. 143 und Ausführliches beiLütolf S. 301 ff.

1) Ueber Besam,-on als angebliche Residenz Godegisels (noch bei Dra-peyron BM. S. 19) s. I. 534.

2) Guerard im AH. 1837 S. 96. — Ob die geographischen Namensuperior Gallia und Burgundia Superior, welche schon zur Zeit Altbur-