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in der Römerzcit die civitas Vesontiensium, ist im Mittelalter(von burgundionischer Zeit her) der pagus Vesontiensis, beste-hend aus Theilen der Franche - Comte und der Schweiz, mitBesanqon als Hauptstadt und den Ortschaften Porrontruy undSaint - Ursannc k Im westjurassischen Provinztheile lagenauch die altberühmten Salinae Sequanorum (Salins), woher manspäter Bourguignons sales die der Franche - Comte nannte * 1 2 .Die Thallandsohaft von Salins hiess unter den MerovingernScodingen (pagus Scudensis oder Scotingorum) und bildeteeine Gaugrafschaft mit dem Hauptortc Salins 3 . Nordöstlichvon dort lag zu beiden Seiten des Doubs der morovingischeWaraschgau (pagus Warascus, nachmals Varais, mit demHauptortc Scoy-en- Varais) 4 . Beide Gaue trugen den Namenvon germanischen Völkern unbekannter Herkuft 5 . Wie imnördlichen Thcile der ehemaligen Lugdunensis I, fehlen inder Franche - Comte burgundionisch - römische Grabschriftengänzlich; dagegen kommen hier verschiedentlich burgundio-nischc Grabstätten vor, aus welchen man mit christlichen
gundiens auftauchen, bereits damals die Gegend der nachmaligen Franche-Comtö (Uochburguud), oder denjenigen Theil des nachmaligen Herzog-thums Burgund, welcher ebenfalls lloehburgund hiess, bezeichnet haben,ist fraglich; vgl. S. 98.
1) Guerard im AH. 1837 S. 74.
2) Valesius NG. S. 271. 496 f. und Duvernoy zu Gollut col. 1735,der jedoch für das Alterthum von Salins eine auf den Ort bezügliche Stelleder unächten Dotationsurkunde AonAgaunum (S. 293 ff.) uncritisch benutzt.Eine abgeschmackte Erklärung der Bourguignons sales findet sich bei Gol-lut I, 23 col. 58 f,, wonach dieselben als noubekehrto Christen von dernoch heidnischen Bevölkerung so benannt worden wären. Duvernoy zuGollut col. 1716 citiert eine Schrift von Feignot Les Bourguignons sales,Dijon 1833.
3) Scotingi bei Fredegar V, 24; Comitatus Scudingius Annal. Bertin.a. 839. Ygl. Valesius NG. S. 508, Kuinart zu Fredegar S. 605, ZeussS. 584 f., Guerard im A1I. 1837 S. 135 und Wurstcmberger l. 267 N. 1.
4) Pagi a. 517, IV, Zeuss S. 584 f., Gingins S. 223, Guerard a. O.S. 143. Verschieden ist der ostjuranische Waraschgau bei Wurstcmbergera. 0. u. II. 118 f.
5) Zeuss a. 0.; spoeioll über die Warasci Müllcnhoff in Haupts ZS.IX. 132 und Waekernagel 372 f. Alamannischcn Ursprung derselben suchtBelloguet CBB. S. 69 zu beweisen. Verfehlte Ableitungen der beiden Gau-namen bei Gingins S. 221 f. 224 f.