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Zweiter Band.
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aus burgundionischer Zeit herstammt 1 . — Nebst Vesontio undPortus Abucini gehörte zur Westhälfte der Maxima Sequano-rum auch das nördlich, im ehemaligen Gebiete der Raurikergelegene Castrum Argentariense, welches einige spätere No-titiae prov. et civ. Galliae nach dem Castrum Ebredunenseeinfugen 2 ; es ist das alte ldqyt.v%ovaqiu des Ptolemaeus, beiden Scquanern, das in der Tabula Peut. als Argentovaria,sonst auch als Argentaria erscheint 3 und da lag, wo heutzu-tage Artzheim bei Markolsheim 4 , oder Gruzenheim, im Dep.Oberrhein 5 . Dieser Punct befand sich jedoch seit der alaman-uischen Occupation des oberrheinischen Grenzlandes (um 472,I- 518) mit dem gesammten Eisass in der Gewalt der Ala-mannen 6 . Dass dieselben anfänglich selbst Vesontio, dieHauptstadt der Maxima Sequanorum, nebst einigen benach-barten Puncten dieser Provinz besetzt hatten und sogar inden angrenzenden nördlichen Theil der Lugdunensis I einge-drungen waren, erhellt aus den Angaben des Cosmographen

1) Gingins S. 251. — Der anonyme Verfasser der Vita S. Eugcndinennt Ysarnodorum als Geburtsort des h. Eomanus; er erklärt den Namenrichtig als eisernes Thor, leitet ihn aber aus dem heidnischen, d. hkeltischen Alterthume ab, ganz in der Art Gelehrter des 16. Jahrh., wel-chen keltische und germanische Sprache identisch waren. Liitolf S. 250.255 übersieht diesen Knoten.

2) Bei Du Chesne a. 0. I. 10 C. Argentariense, zweimal, das ersteklal mit der Var. Argentaricense; ebendas. I. 7 falsch Castrum Argentorate,ferner die Variante Ciuitas Argentariensis, mit Aenderung von Castrum111 Civitas; ebendas. I. 13 missschrieben C. Argentunense.

3) Valesius NG. S. 41. Argentorate bei Böeking II. 490 ist falscheBenennung.

4) D’Anville NAG. S. 96 f., Gibbon c. 26 n. 86, Walekenaer I. 323.®2l. IX. 3i6. 350, Ukert II, 2. 499, Böcking II. 490 u. Gisi S. 47.

5) Bulletin de la soc. pour la conserv. des mon. hist. d’Alsace, 2°®4r., !'■ 2 C livr. Ein Mehreres über die verschiedenen Ortsbestimmun-j> en 8. im Jahrb. f. d. Litt. d. Schweizergesch. 1867 S. 106 und bei Des-jardins S. 11, der die Lage zwischen Heidelsheim und Ohnenheim angibt.

Das Leidner Fragment a. 0. S. 91 orklärt die Missschreibung CastrumAr gentoriense grundfalsch mit Argentoratum, d. h. Strassburg; vgl. eben-^ as - S. 90 Argentoratum i. e. Stratburg,

0) Gollut II, 3 col. 97 zählt das Eisass und den Suntgau fälschlich2u Durgundien.