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Zweiter Band.
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ten in der römischen Zeit zum helvetischen Theile der Ma-xima Sequanorum, ausgenommen Arbor felix, das zur RaetiaI zählte. Rach der folgerecht durchgeführten Ansicht, vonwelcher die hievor widerlegten Yermuthungen ausgehen,hätten also die Alamannen zur Zeit, als die Burgundionensich nach Helvetien auszubreiten anfingen (vermeintlich um443) im helvetischen Theile der Maxima Sequanorum nur dieangegebenen nördlichen Puncte, keineswegs aber die innereoder sogar die südwestliche Schweiz inne gehabt.

Der Cosmograph erwähnt zwar gleich darauf eine weitereGruppe von Ortschaften Alamanniens, nemlich: Alaia, Clio-rust, Ziaberna, Frincina, Aon, Laguirion, Brara, Albisi, Ziu-riehi, Duebon, Crino, Stafulon, Cariolon, Thodoricopolis, Ver-megaton, und man hat unter diesen Ortschaften Brara aufBaar bei Zug, Albisi auf den Berg Albis, Ziurichi auf Zürich,Duebon auf Dübendorf und Stafulon auf Stäfa deuten wollen 1 .Da jedoch jene Ortschaftengruppe ausdrücklich als bei Strass-burg, iuxta civitatem Stratisburgo, gelegen bezeichnet wird,so ist viel eher an Ortschaften im Eisass Zu denken. Wirk-lich kommen Ziaberna und Stafulon im Itinerarium Antoninials Tabernis 2 und Stabulis 3 bei Argentoratum vor, d. h. beiStrassburg 4 , welches der Cosmograph im Vorhergehendenals Argentaria, quae modo Stratisburgo dicitur, bezeichnet,indem er Argentoratum mit Argento varia (S. 3G3) verwechselt 5 .

1) Bluntschli RGZ. I. 47 f. N. 89, ,S. 134 N. 33; ebenso Momnisena. 0. S. 106, soweit es Albisi, Ziurichi und Duobon anbelangt, undS. 114 betreffs Ziurichi nochmals; ebenders. 117: Theodericopolis in derSchweiz (?? lieber den Namen dieser Stadt oben S. 342 Not.); Albisis. v. a. Albis nach Pinder und Parthey S. 232. Jacobs GR. S. 33 gehtnoch weiter: ihm ist Crino Grynau, Yermegaton Bremgarten.

2) Eisass-Zabern, Sarerne, auf Tab. Peut. ebenfalls Tabernis; s. Valesius

NG. S. 542, Ukertll, 2. 507 u. Desjardins S. 18 f.; Jacobs GR. S. 32 denktirrig an Rhein- oder Bergzabern, das auf der Tab. gleichfalls Tabernisheisst (Desjardins S. 10). •

3) Ottmarsheim oder Bantzheim; s. Ukert II, 2. 499.

4) Valesius NG. S. 41 f., Ukert II, 2. 507, Brambach S. 34 undDesjardins S. 10 f. (zu Argentorate der Tab. Peut.).

5) Wie auch Jacobs GR. S. 31 N. 7 bemerkt. Richtig dagegen Gre-gor. Tur. HFr. X, 19. ad Argentoratensem urbem, quam nunc Stratabur-