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Gott, vorliegt 1 . Hier kommt ebenfalls in Betracht der ausdem nordischen näs alamannisierte Harne Hase, als Bezeichnungeines Vorgebirges am Thunersee 2 . Dagegen ist es unstatt-haft, den Hamen Wendelsee, welchen der Thunersee im Mit-telalter trug, auf die Vandalen, beziehungsweise die Burgun-dionen zu deuten 3 . — Auf das Oberland selbst überzugehen,so weicht der Hauptstamm seiner Bevölkerung in Körperbil-dung, Sprache, Gemixthsart u. s. w. von der alamannischendes Unterlandes so sehr ab, dass an eine verschiedene Ab-stammung schon von vorne herein zu denken ist. Durchseine Körperbildung erinnert der Oberländer lebhaft an denBurgundio septipes 4 . Was die Sprache betrifft, wie sie sichin Ortsnamen ausgeprägt hat, so findet man im Oberlande,zumal im westlichen Theile desselben, wo sonst nordischeSprachspuren nicht, wie im Haslilande, vermuthet wei'den,unter Anderm als Bezeichnung einer Ortslage am Wasser,statt des alamannischen au (älter auw, ahd. owe, awa), dasnordische ey und oey. Ersteres kommt zwar auch im mitt-lern Aargebiete, bei Bern u. s. w., und bis in’s Seeland vor,und beweist seinerseits dortige noi'dische, d. h. burgundio-nische, nicht - alamannische Ansiedlung 5 ; dagegen ist oey,
X) I. 98; vgl. Gatsehet OEF. I. 97 f. Vald, von valdan, walten,herrschen, hilft auch andere als burgundionische Eigennamen bilden; übervald in burgundionischen s. hievor S. 400 Not.
2) Jahn Chr. KB. S. 583. Staldev Sehw. Idiotikon II. 231 vergleichtdas Nordische richtig, verwechselt aber den Thunersee mit dem Vier-waldstättersee.
3) Dawider Jahn a. 0. S. 664.
4) Bei Sidonius, oben I. 60 N. 2; vgl. noch Gibbon c. 37 und TroyaI, 3. 1292. Obige Bemerkung macht schon Wurstemberger I. 353, frei-lich in einigem 'Widerspruche mit S. 211 f. und mit ungehöriger Herbei-ziehung der friedlichen Niederlassung der Buvgundionen in der Lugdunen-sis I. Siehe hiergegen I. 393 f.
5) Spelmann S. 194 (zieht freilich zum engl, ey das ags. eage, Augeoder Ei, übel herbei), Staldcr a. 0. I. 339 (aus dem alten a oder demcelt. ey, Wasser!), Lutz - Sprecher Geogr. stat. Hand-Lexic. d. Schweiz.Eidgenossenschaft v. Ey („kommt im Kant.Bern als uralter Name vor undtrifft immer nur tiefliegende [sehr, stets am Wasser lieg.] Höfe und Thal-güter“), Jahn Chr. KB. S. 340 f. und Gatsehet OEF. I. 61 (vermengtau und ey). Gingins S. 227 N. 40, 250 weist Ortsnamen auf ey in noto-
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