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Zweiter Band.
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aber die Alamannen in den festen Besitz des rechten Aar-ufers , und es hiess von da an bis in’s spätere Mittelalter dasdortseitige Gebiet deutsches, das jenseitige romanischesLand, obschon letzteres z. Thl. eine deutsche (ursprünglichburgundionische, später alamannisch-burgundionische) Bevöl-kerung hatte. 1 . Noch bis in neuere Zeiten trug die Streckeam rechten Aarufer, welche unterhalb des Zusammenflussesder Aar und der Saane liegt, den jetzt freilich veralteten,aber geschichtlich merkwürdigen Namen deut sc her Boden.In den Kämpfen um die Aargrenze mögen die Burgen, welchein spätrömischer Zeit an beiden Ufern bis in’s Oberland hin-

ten) phalangas iungunt ad pr. (verbinden ihre Schlaehthaufen zur Schlacht).Die Yar. ordines taugt Nichts; wangas ist Ortsname (Wangae) und s. v. a.apud Wangas oder: gen Wangae. Die Niederlage, welche damals dietransjuranischen Burgundionen unter den Grafen Abhelin und Herpin beiWangae, wie Fredegar sagt, erlitten haben, fand statt zu Ober-Wangenunweit Bern. Yon ihr zeugen die aus der fränkischen Zeit Burgundiensstammenden dortigen Gräber. Siehe ABHY. III, 3. 18 ff. und ForelS. XLII N. 1. Sonst bezieht man Wangas auf Wangen an der Aarunterhalb Solothurn (Bochat I. 274, Haller II. 479 f., Daguet S. 48und Lütolf S. 187) oder gar auf Wangen im Buchsgau (v. Arx, eitiertt>ei Wurstemberger I. 276 N. 19, der für Wangen bei Bern spricht, dochNichts entscheiden will). Jene gleichnamigen Ortschaften lagen aber garnicht im aventicensischen Gaue, in welchen nach Fredegar die Alamannenschon eingedrungen waren, als es zwischen ihnen und den Burgundionenzur Schlacht kam. (Ueber die schlechte Participialeonstruction praedantesfür praedantibus vgl. S. 315 Not.). Wangen ist 1 1 / 2 St. von Bern ent-fernt, lag also bereits innerhalb der durch die Aar gebildeten Grenze desPagus Aventicensis (s. oben; Wurstemberger I. 307-scheint dies zu ver-•uuthen). Um so weniger ist daran zu zweifeln, dass das Schlachtfelddort zu suchen ist. Daguet S. 48 f. lässt den Hass zwischen der alamanni-schen und der romanischen Iiace von jener Niederlage und Landesverwüstungüerrührcn (als wenn derselbe nicht seine weit älteren Wurzeln in feind-licher Grenznachbarschaft und in der Antipathie der Alamannen gegen dasvon den Burgundionen angenommene Römerthum gehabt hätte!); Grenzezwischen beiden Racen ist bei Daguet der Bach Chandon, eine kurzeStrecke der heutigen Sprachgrenze (hiergegen oben S. 401 N. 3.

1) In einer bischöflich - lausannischen Urkunde von 1180 heisst dasrechts der Aar gelegene Land terra teutonica, das jenseitige romaniaterra; vgl. Wurstemberger II. 389 u. N. 10, der freilich hier im Wider-spruche mit I. 226 u. N. 19. Im Patois ist Itoniagna s. v. a. Pays romand,I*uys de Yaud (Bridel a, 0. S. 336). *